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(v.l.)Annegret Wegmann, Projektleiterin Netzwerk Zweitmeinung, Dr. Dirk Albrecht, Sprecher der Geschäftsführung der Contilia Gruppe, Prof. DR. Georg V. Sabin, Leitender Koordinator Netzwerk Zweitmeinung, Michael Boos, Geschäftsführer Katholisches Klinikum Oberhausen.
28.01.2016

„Netzwerk Zweitmeinung“ geht an den Start 

Zwei Krankenhausträger schaffen offenes Netzwerk für Patientensicherheit. 

Immer mehr Menschen suchen vor medizinischen Eingriffen oder dem Beginn einer Therapie nach einer zweiten ärztlichen Meinung und Empfehlung. Der Gesetzgeber hat mittlerweile auch das Recht darauf gesetzlich verankert. 

Diesen Wunsch der Patienten sowie das gesetzlich verankerte Recht auf Zweitmeinung im Blick haben die Essener Contilia Gruppe und das Katholische Klinikum Oberhausen das Netzwerk Zweitmeinung gegründet. In Essen wurde es jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Netzwerk Zweitmeinung kooperieren derzeit insgesamt sechs Krankenhäuser der beiden Träger aus Essen, Mülheim und Oberhausen. 

„Unser Ziel ist es, mit dem Netzwerk Zweitmeinung dem Patienten Qualität und Sicherheit zu bieten“, so Dr. Dirk Albrecht, Sprecher der Geschäftsführung der Contilia Gruppe. „Der Bedarf nach dem Angebot der Zweitmeinung steigt stetig. Wir als Netzwerk möchten dem Patienten ein wohnortnahes Angebot und die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs mit dem Spezialisten anbieten.“ Das Instrument werde schon immer praktiziert, ergänzt Michael Boos, Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Oberhausen. „Mit dem Netzwerk Zweitmeinung wird dem Patienten ein geordnetes Verfahren angeboten.“ 

23 Ärzte sind zum Start des Netzwerkes, das offen für weitere Kooperationen ist, beteiligt. Diese Ärzte verfügen über eine langjährige Erfahrung bei der Erstellung von Zweitmeinungen und sind bewährte Partner von Krankenkassen und Ärztekammern.

Die dem Netzwerk Zweitmeinung angeschlossenen Partner greifen die Chancen, die sich den Patienten aus der neuen gesetzlichen Regelung bieten, auf. Zurzeit bietet das Netzwerk PatientenZweitmeinungen bei Erkrankungen der Gelenke, der Wirbelsäule, des Herzens und der Gefäße sowie bei Krebserkrankungen im Magen-Darmtrakt und bei gynäkologischen Erkrankungen an.

Zentraler Bestandteil des Netzwerkes Zweitmeinung sei die persönliche Begegnung, das persönliche Gespräch zwischen Patient und zweitmeinungsgebendem Arzt. „Die Ärzte unseres Netzwerkes treffen den Patienten persönlich, wir suchen den vertrauensvollen Kontakt. Wir begnügen uns nicht mit der bloßen Durchsicht der Unterlagen “, stellt Prof. Dr. Sabin, Leitender Koordinator Netzwerk Zweitmeinung, heraus. Eine weitere Besonderheit des Netzwerkes sei die Tatsache, dass das Netzwerk offen sei für weitere Kooperationspartner. „Wir verstehen uns als Keimzelle einer Idee, die wachsen darf und soll“, so die Geschäftsführer der Krankenhausträger.

Für Patienten, die sich entschieden haben, zu der Diagnose oder Therapieempfehlung ihres behandelnden Arztes eine zweite ärztliche Meinung beratend hinzuzuziehen, hat das Netzwerk Zweitmeinung eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet.

Zu erreichen ist das Netzwerk Zweitmeinung über die Homepage www.netzwerk-zweitmeinung.de sowie über die Mail-Adresse info@netzwerk-zweitmeinung.de oder über die kostenfreie Servicenummer 0800 2222207.

Die Idee des Netzwerks Zweitmeinung stieß auf große Resonanz bei den Medien