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Als Entzugssyndrom wird das Auftreten mehrerer Symptome bezeichnet, die darin gründen, dass ein drogen- oder medikamentensüchtiger Patient "auf Entzug" ist, weil eine ansonsten konsumierte psychotrope Subastanz nicht mehr oder nicht mehr in der gewohnten Menge zur Verfügung steht. Psychotrope Substanzen sind all jene von außen zugeführte Stoffe, die das Bewusstsein des Menschen verändern, etwa Alkohol oder halluzinogene Drogen.

Art und Umfang eines Entzugssyndroms ist abhängig von den zuvor konsumierten Suchtstoffen. So hält das Alkoholentzugssyndrom einige Tage, das Nikotinentzugssyndrom ggf. mehrere Wochen an. 
Zu den Entzugssymptomen können gehören:

  • Zittern (Tremor)
  • Heißhunger
  • Herz-Kreislauf-Störungen (Herzklopfen, Bluthochdruck)
  • starkes Verlangen nach derentzogenen Droge
  • Unruhe
  • Schweißausbrüche
  • Angstgefühle
  • Übelkeit


in schweren Fällen auch:

  • epileptische Anfälle (Krämpfe)
  • Halluzinationen



ICD Codes

F10.3 Entzugssyndrom
F10.4 Entzugssyndrom mit Delir

Synonyme

Umgangssprachlich: Cold Turkey, Affe

Einrichtungen der Contilia Gruppe zum Thema

Diagnosen

  • Erwachsene
  • Kind
  • Säugling