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Hämangiome oder auf Deutsch "Blutschwämmchen" sind gutartige Tumore aus Blutgefäßen. Die normalerweise ungefährliche Wucherung von Kapillaren, also kleinsten Blutäderchen, wird als "Kapilläres Hämangiom" bezeichnet, die Wucherung von größeren Gefäßen (Arterien und Venen) heißt
"Kavernöses Hämangiom".

Bei etwa 0,5 Prozent der Neugeborfenen tritt ein als "Blutschwämmchen" bezeichnetes Kapilläres Hämangiom auf, ein roter - weil stark durchbluteter - leicht erhöhter Fleck auf der Haut. Hämangiome können aber auch im Körperinneren entstehen, etwa in der Augenhöhle, an der Leber oder im Gehirn. Hämangiome werden durch eine Fehlentwicklung im Embryonalstadium angelegt, bei 30% der Betroffenen sind sie bereits bei der Geburt ausgebildet, bei anderen bilden sie sich meist in den ersten Lebenswochen aus. Einige Formen werden erst beim Erwachsenen sichtbar.

Die meisten Hämangiome bilden sich von alleine zurück, wobei innenliegende meist nur durch Zufall überhaupt entdeckt werden. Treten mehrere Hämangiome bei einem Patienten auf, spricht man von Hämangiomatose. Auch ein einzelnes Hämangiom gibt Anlass zu prüfen, ob weitere Wucherungen und Veränderungen etwa im Bereich der Hirnhaut vorhanden sind.

Therapie
Ob ein Hämangiom behandelt werden kann - z.B. aus kosmetischen Gründen - oder sogar aus Risikogründen behandelt werden sollte müssen Mediziner im Einzelfall sehen. Die als "Feuermal" bezeichneten, oft im Gesicht- und Halsbereich auftretenden feuerroten Hämangiome können mit Lasern behandelt werden, wobei das krankhafte Gewebe zerstört wird. Angewendet wird auch eine Kältetherapie (Erfrieren der Wucherungen, Kryotherapie) und die medikamentöse Behandlung (z.B. mit Cortison, alpha-Interferon, Cyclophosphamid, Vinblastin

ICD Codes

D18.0 Hämangiom

Synonyme

Blutschwämmchen
Erdbeerfleck
Feuermal

Einrichtungen der Contilia Gruppe zum Thema

Diagnosen

  • Erwachsene
  • Kind
  • Säugling