Hämorrhoidalleiden
Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Die Schwellkörper im Enddarm dienen dazu, den After gemeinsam mit dem Schließmuskel abzudichten. Wenn von Hämorrhoiden gesprochen wird, sind damit aber meist vergrößerte oder tiefer getretene Hämorrhoiden im Sinne eines Hämorrhoidalleidens gemeint.
Das Hämorrhoidalleiden ist keine gefährliche Erkrankung. Es werden vier Stadien unterschieden. Beim ersten und zweiten stehen der Juckreiz, das Fremdkörpergefühl und die schmerzlose, hellrote Blutung im Vordergrund. In den fortgeschrittenen Stadien drängen sich die Schmerzen in den Vordergrund. Als besonders belastend empfinden Patienten, dass die Hämorrhoiden nach außen dringen und sich nicht mehr in den Enddarm zurückschieben lassen. Bleiben die Beschwerden unbehandelt, können sie das Wohlbefinden der Betroffenen erheblich trüben.
Therapie
Je nach Ausdehnung des Hämorrhoidalleidens ist eine operative Sanierung entweder durch die klassische Methode nach Milligan Morgan und Parks oder die Stapler-Hämorrhoidopexie nach Longo angezeigt. Bei dem Verfahren nach Longo wird unter Anwendung eines speziellen Operationsgeräts (Stapler) die Analhaut geliftet. Dieses Verfahren ist für den Patienten sehr komfortabel, da es nach der Operation kaum Schmerzen macht und eine Wundbehandlung nicht erforderlich ist
I84.0 Innere thrombosierte Hämorrhoiden
I84.1 Innere Hämorrhoiden mit sonstigen Komplikationen
I84.2 Innere Hämorrhoiden ohne Komplikation
I84.3 Äußere thrombosierte Hämorrhoiden
I84.4 Äußere Hämorrhoiden mit sonstigen Komplikationen
I84.5 Äußere Hämorrhoiden ohne Komplikation
I84.6 Marisken als Folgezustand von Hämorrhoiden
I84.7 Nicht näher bezeichnete thrombosierte Hämorrhoiden
I84.8 Nicht näher bezeichnete Hämorrhoiden mit sonstigen Komplikationen
I84.9 Hämorrhoiden ohne Komplikation, nicht näher bezeichnet
Hämorrhoidalleiden
Enddarmkrampfadern
