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Geschwüre im Magen und im Zwölffingerdarm werden durch einen zu geringen Schleimhautschutz ausgelöst. Grund hierfür ist entweder eine Überproduktion von Magensäure oder eine bakterielle Schädigung der schützenden Schleimhaut. Eine Übersäuerung wird durch Alkohol, Nikotin oder bestimmte Medikamente (ASS) begünstigt, als Infektionskeim ist häufig das Bakterium Helicobacter pylori beteiligt.

Ein Durchbruch (Perforation) im Bereich des Magens oder des Zwölffingerdarms auf dem Boden von Ulcera (Wanddefekten) ist heute, dank der wirksamen säurehemmenden Medikamente, selten geworden. Kommt es dennoch zu einer Perforation – verursacht beispielsweise durch Medikamente, Stress oder Bakterien – ist die operative Sanierung des Defekts unumgänglich.

Durch Ausschneiden des Defekts oder Teilentfernung der betroffenen Organe mit anschließender Wiederherstellung der Passage kann den Betroffenen akut geholfen werden. Über eine dauerhafte medikamentöse Therapie mit Säureproduktionshemmer nach der Operation entscheidet ein interdisziplinäres Team aus Internisten und Chirurgen.

Im Falle einer Infektion mit Helicobacter pylori muss dieses Bakterium medikamentös vollständig beseitigt werden.

Wissenswertes

Bei dreiviertel aller Magengeschwüre ist Helicobacter pylori beteiligt.

ICD Codes

K25 Ulcus ventriculi
K26 Ulcus duodeni
K27 Ulcus pepticum, Lokalisation nicht näher bezeichnet
K28 Ulcus pepticum jejuni
K29.0 Akute hämorrhagische Gastritis
K29.1 Sonstige akute Gastritis
K29.2 Alkoholgastritis
K29.3 Chronische Oberflächengastritis
K29.4 Chronische atrophische Gastritis
K29.5 Chronische Gastritis, nicht näher bezeichnet
K29.6 Sonstige Gastritis
K29.7 Gastritis, nicht näher bezeichnet
K29.8 Duodenitis
K29.9 Gastroduodenitis, nicht näher bezeichnet

Synonyme

Ulkuskrankheit
Ulcus ventriculi (Magengeschwür)
Magenulkus
Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Duodenalulkus

Diagnosen

  • Erwachsene
  • Kind
  • Säugling