Eine Krebswucherung im Magen wird als Magenkarzinom bezeichnet. Die Diagnose wird meist endoskopisch durch eine Magenspiegelung gestellt. Dabei werden Gewebeproben entnommen, die die endgültige Diagnose sichern.
Wurde ein Magenkarzinom festgestellt, ist eine Teilentfernung oder vollständige Entfernung des Magens mit Magenersatzbildung notwendig. Kann ein Teil des Magens erhalten werden, wird die Passage durch direkten Anschluss des Restmagens wiederhergestellt. Muss der gesamte Magen entfernt werden (totale Gastrektomie), besteht die Möglichkeit der Magenersatzbildung durch Dünndarm.
Magenkrebs verursacht im Anfangsstadium eher unspezifische Beschwerden. Daher müssen sie unbedingt abgeklärt wrden. Alarmzeichen sind
- plötzliche Unverträglichkeit von bestimmten Lebensmitteln
- Appetitlosigkeit
- Teerstuhl (schwarzer, klebriger Kot)
- Schluckbeschwerden
- Bauchschmerzen während oder nach dem Essen
Magenteilresektion
Etwa die Hälfte aller Patienten mit Magenkrebs haben keine Symptome. Nahrungsabhängige Schmerzen im Oberbauch, Appetitlosigkeit und zunehmende Abneigung gegen Fleisch und fettige Speisen sind meist späte Zeichen eines bösartigen Magentumors (Magenkarzinoms). Anämie (durch Mikroblutungen), Schluckstörungen bei mageneingangsnahen Tumoren sowie Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen beim fortgeschrittenen magenausgangsnahem Karzinom können weitere Symptome sein.
Prophylaxe
Als wesentliche Auslöser für Magenkrebs gelten eine nitrosaminreiche Ernährung und eine Infektion mit Helicobacter pylori. Nitrosamine sind Stickstoffverbindungen, die sich unter Hitze u.a. aus Nitrit entwickeln. Sie kommen in Gepökeltem, in Fleisch und Wurst vor. Aus stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln entwickeln sich unter großer Hitze (Frittieren) Acrylamid, ebenfalls eine krebserregende Stickstoffverbindung. Bei der Ernährung sollten daher solche Produkte vermieden werden.
Wissenswertes
Magenkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten weltweit. In Deutschland nimmt die Zahl der Neuerkrankungen allerdings ab.
C16.9
Magankarzinom
Ratgeber Magenkrebs der Deutschen Krebshilfe (pdf)
