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Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Die Schilddrüse ist eine wichtige Hormondrüse und gehört zu den endokrinen Drüsen. Beim Menschen hat sie die Form eines Schmetterlings und liegt schildartig unterhalb des Schildknorpels vor der Luftröhre. Zu den Aufgaben der Schilddrüse zählt die Regulierung des Stoffwechsels und des Wachstums.

Die vier linsengroßen Nebenschilddrüsen – auch Epithelkörperchen genannt – befinden sich an der Rückseite der Schilddrüse an den oberen und unteren Polen. Die Nebenschilddrüsen bilden das Parathormon, welches den Kalziumspiegel im Blut reguliert. Das Hormon hat eine direkte Wirkung auf den Knochenstoffwechsel und die Niere.

Gutartige Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Die durch Jodmangel und Veranlagung entstandene Vergrößerung der Schilddrüse mit hormoneller Funktionsstörung ist eine der häufigsten Erkrankungen des Organs und wird als Struma bezeichnet. Dabei kann die Hormonproduktion gesteigert sein oder eine Hormonmangelsituation vorliegen. Häufig ist die vergrößerte Schilddrüse mit Knoten durchsetzt. Liegen Knoten in Verbindung mit einer Hormonüberproduktion vor, spricht man von heißen Knoten. Eine besondere Form der Schilddrüsenüberfunktion stellt die Basedowsche Erkrankung dar. Neben einer vergrößerten Schilddrüse weisen die Patienten häufig Augenveränderungen auf.

Die operative Behandlung dieser Schilddrüsenerkrankungen ist ein wesentlicher Bestandteil des Spektrums der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie in Essen. Während des Eingriffs ist die systematische Darstellung und Schonung der Stimmbandnerven (mit Neuro-Monitoring) sowie der Nebenschilddrüsen zentraler Bestandteil der Operationstechnik.

Vergrößerungen der Nebenschilddrüsen führen zu einem Anstieg des Kalziumspiegels, was krankhafte Veränderungen an Nieren, Magen, Knochen und die Entwicklung von Gallensteinen nach sich ziehen kann. In den meisten Fällen kann die krankheitsangepasste Operation rasche Abhilfe bringen.

Bösartige Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Bösartige Tumore der Schilddrüse sind selten. Häufig gehen sie mit sogenannten kalten Knoten einher. Intraoperative Schnellschnittuntersuchungen machen eine stadienangepasste Operation möglich. Bestätigt sich der Verdacht auf eine bösartige Veränderung der Schilddrüse ist eine systematische Entfernung der Lymphknoten und Lymphbahnen (Lymphadenektomie) im Tumorgebiet am Hals und in der Achselgegend angezeigt.

Man unterscheidet differenzierte (papilläre bzw. follikuläre) und undifferenzierte (anaplastische) Schilddrüsenkarzinome. Eine besondere Form stellt das so genannte C-Zell-Karzinom (medulläres Schilddrüsenkarzinom) dar, das familiär gehäuft auftreten oder in Kombination mit Erkrankungen anderer Drüsen einhergehen kann. Genetische Untersuchungen von Blutproben einzelner Familienmitglieder machen eine frühe Diagnostik und Behandlung dieser Tumore möglich.

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