Navigation

Thrombose wird eine Erkrankung genannt, bei der geronnenes Blut als Pfropf den Blutfluss durch Adern blockiert. Ursache dafür ist meist ein verlangsamter Blutfluss, durch den ein Schutzmechanismus des Körpers ausgelöst wird, der an dieser Stelle jedoch verheerend wirken kann. Denn die Eigenschaft des Blutes verklumpen zu können ist die Grundlage für die natürliche Stillung einer offenen Blutung mit nachfolgender Verkrustung der verletzten Stelle. Dieser Vorgang schützt den Organismus vor zu hohem Blutverlust und vor dem Eindringen von Keimen im Falle von Verletzungen.

Innerhalb des Körpers ist das Blut normalerweise immer im Fluss. Staut sich das Blut nun an einer Stelle - was besonders häufig in den Beinen geschieht, wenn diese z.B. aufgrund langer Bettruhe oder stundenlangen Sitzens nicht bewegt werden - beginnt der Blutgerinnungsprozess, es bilden sich Thromben (Blutpfropfen).

Von einer Thrombose geht unmittelbar die Gefahr einer Lungenembolie aus: Ein im Bein gebildetes Blutgerinnsel löst sich, wird durch die Venen ins Herz befördert und von dort in die Lungenarterie. Dabei wird ein Teil der Lunge durch den Thrombus von der Blutversorgung abgeschnitten. Die infolge einer Thrombose ausgelöste Lungenembolie ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

Therapie
Thrombosen werden mit verschiedenen Medikamenten behandelt, die eine Vergrößerung vorhandener Thromben verhindern und den Körper beim Abbau vorhandener unterstützen. In Einzelfällen können auch chirurgische Eingriffe notwendig sein.

Prophylaxe
Thrombosen lässt sich durch Bewegung vorbeugen, die das Blut im Fluss hält. Unterstützend können dabei Thrombosestrümpfe wirken, die durch ihren Druck auf das Gewebe den Blutfluss in den Venen verbessern.

ICD Codes

I80.-

Synonyme

Blutpfropfbildung

Einrichtungen der Contilia Gruppe zum Thema

Diagnosen

  • Erwachsene
  • Kind
  • Säugling