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Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Gesund sein will jeder, aber manche Erkrankungen lassen sich leider nicht verhindern. Wenn Mitarbeiter länger oder häufiger erkranken, wollen wir genauer hinzuschauen und fragen uns: Wo liegen die Ursachen? Welche Auswirkungen hat das Arbeitsumfeld? Und welche Unterstützung benötigt der Erkrankte, um wieder arbeitsfähig zu werden und nach seiner Rückkehr an den Arbeitsplatz dauerhaft gesund zu bleiben? Antworten darauf sucht das Betriebliche Eingliederungsmanagement.

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) tritt bei allen erkrankten Mitarbeitern auf den Plan, die 42 Tage oder länger an einem Stück oder diese Zeit innerhalb eines Jahres arbeitsunfähig sind. Dem Kranken oder Genesenden wird in einem ersten Schritt ein absolut vertrauliches Gespräch mit der Betriebsärztin angeboten, in dem auch gefragt wird, ob das Kranksein möglicherweise auch Ursachen im Arbeitsumfeld hat und wie gegebenenfalls Abhilfe geschaffen werden kann. 

Falls weitere Gespräche notwendig sind, nimmt daran die Mitarbeitervertretung (MAV) und im Bedarfsfall die Schwerbehindertenvertretung (SBV) sowie der vorgesetzte und der Personalleiter teil. Der oder die betroffene Beschäftigte muss natürlich damit einverstanden sein und kann dies auch ablehnen, erkrankungsbedingt um zeitlichen Aufschub bitten oder dieses Angebot jederzeit abbrechen, ohne Nachteile befürchten zu müssen.