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Verschiedene Messungen der Atmung lassen medizinische Rückschlüsse auf die Gesundheit der Lunge zu. Die meisten Untersuchungen dauern nur wenige Minuten und sind völlig schmerzlos.

Bei der Spirometrie wird die ein- und ausgeatmete Luft gemessen. Darüber lassen sich u.a. das Lungenvolumen und die Atemstromstärke bestimmen.

Mittels Bodyplethysmographie können der Atemwegswiderstand und das intrathorakale Gasvolumen (entspricht der FRC) gemessen werden. Hierzu sitzt der Patient in einer kleinen, durchsichtigen aber luftdicht geschlossenen Kammer (ähnlich einer Telefonzelle), die Atemluft wird von außen zugeführt. Beim Ein- und Ausatmen ändert sich durch die Veränderung des Lungenvolumens der Druck in der Messkammer. Ein erhöhter Atemwegswiderstand kann von Sekreten (Schleim), Fremdkörpern oder auch einem Tumor verursacht werden.

Bei einer Blutgasuntersuchung werden Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt des Blutes bestimmt, wozu wenige Tropfen schon genügen.

Wichtige Kenngrößen bei der Lungenfunktionsmessung sind:

  • ERV: Exspiratorisches Reservevolumen. Volumen, das nach normaler Ausatmung noch ausgeatmet werden kann, wenn man sich anstrengt.
  • FEV 50%. Atemstromstärke, wenn 50% der forcierten Vitalkapazität (FVC) ausgeatmet sind.
  • FEV1: Einsekundenwert. Volumen, dass bei maximaler Anstrengung in der ersten Sekunde ausgeatmet werden kann.
  • FRC: funktionelle Residualkapazität. Luftvolumen, das nach normalem Ausatmen noch in der Lunge verbleibt.
  • Residualvolumen (RV): Volumen, das nicht ausgeatmet werden kann.
  • VC: Vitalkapazität. Luftmenge, die nach maximalem Ausatmen eingeatmet werden kann.