Dysplasiezentrum Hoher Standard bestätigt

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat Dr. Frank Piczlewicz, Oberarzt der Frauenklinik und Leiter der Dysplasiezentrums, und dessen Team für ihre Arbeit und das Engagement für die Patientinnen ausgezeichnet. Das Elisabeth-Krankenhaus Essen ist die einzige Klinik in Essen und im Ruhrgebiet, die die hohen Auflagen dieser Qualitätsüberprüfung bisher erfüllen konnten.

Dysplasien sind Krebsvorstufen z.B. am Muttermund. Durch Kolposkopie und schonende moderne Behandlungsverfahren wie z.B. Laserchirurgie können die Vorstufen schonender entfernt werden. Damit sinkt bei Frauen mit Kinderwunsch das Risiko einer Frühgeburt nach der Behandlung. Etwa jede sechste Frau, die regelmäßig einen Abstrich machen lässt, hat einmal eine Auffälligkeit. Der Erfolg ihrer Behandlung ist nicht zuletzt auch von der Expertise der beteiligten Ärzte abhängig. Die zusätzliche Auszeichnung durch die DKG nach Onkozert sei eine Bestätigung der hohen Qualität der Arbeit, die täglich für das Wohl der Patientinnen erbracht werde.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. So wird nicht zuletzt die Arbeit unseres gesamten Teams gewürdigt. Zugleich ist die Auszeichnung Ansporn für unsere weitere Arbeit“

Dr. Frank Piczlewicz

Wichtig sind Erfahrung, Wissen, Ausstattung

Dr. Frank Piczlewicz gehört zu jenen Medizinern, die über notwendiges Wissen und Erfahrung verfügt. Er leitet das Zentrum für Minimal Invasive Chirurgie (MIC) und das zertifizierte Dysplasiezentrum. "Wir freuen uns, dass die hohe Qualität, die wir unseren Patienten in der Behandlung von Dysplasien anbieten, durch die Anerkennung als zertifiziertes Dysplasiezentrum wertgeschätzt wird", erklärt Piczlewicz.

Hohe Standards für die Anerkennung

Im Einzelnen erfüllt die Frauenklinik folgende notwendige Voraussetzungen:

  1. Pro Jahr sind mehr als 300 dokumentierte Differentialkolposkopien, davon mindestens 150 pro Untersucher, durchzuführen.
  2. Zusätzlich zu Standardausstattungen auf dem Gebiet der operativen Techniken, insbesondere der Elektro – und Laserchirurgie, sind spezialisierte onkologische Therapieoptionen (z.B. laparoskopische OP-Techniken, Vulvektomien etc.) anzubieten und zu praktizieren. Dies schließt auch Kooperationen ein.
  3. Im kolposkopischen Untersuchungsgut jedes Untersuchers eines Dyslasiezentrums müssen sich pro Jahr zumindest 100 dokumentierte Fälle von histologisch gesicherten genitalen Dysplasien oder Karzinomen befinden. Jeder Untersucher eines Dysplasiezentrums muss pro Jahr zumindest 100 operative Behandlungen genitaler Dysplasien nachweisen.
  4. Dysplasiezentren müssen Fortbildungen (z.B. Fortbildungsreihen – z.B. Kurse) und praktische Weiterbildungen (z. B. Assistentenausbildung, kontinuierliche Hospitationen) nachweisen sowie wissenschaftlich aktiv sein (z.B. Studienbeteiligung).
  5. Im Rahmen der Qualitätskontrolle müssen Dysplasiezentren ihre Fälle wie in Dysplasiesprechstunden dokumentieren (s.o.) und jährlich Indikation, endgültigen histologischen Befund und Operateur aller behandelten genitalen Dysplasien melden. Die Daten müssen einem Vergleich mit aktuellen nationalen Qualitätskriterien in der Kolposkopie standhalten.

Lesen Sie dazu auch