Pflege und Betreuung

Unser Seniorenstift Haus Berge, eine Spezialeinrichtung für demente Menschen, hat das Ziel, seinen Bewohnern ein Zuhause zu bieten, in dem sie sich sicher, geborgen und akzeptiert fühlen. Deshalb richten wir Umfeld und Tagesablauf konsequent auf ihre Bedürfnisse aus.

Im Alter unverzichtbar - Menschen, die für einen da sind

Angst und Orientierungslosigkeit bestimmen häufig das Leben dementer Menschen. Wir lassen sie mit ihren Gefühlen nicht allein, denn nur so finden sie Anerkennung – die beste Grundlage für Lebensqualität! Wir wirken bewusst darauf hin, dieser Unsicherheit Gefühle von Vertrautheit und Geborgenheit entgegenzusetzen.

Gewohnte Aktivitäten bewahren

Unser Ziel ist es, gewohnte Aktivitäten der Bewohner zu bewahren und ihre Fähigkeiten zu fördern. Dabei stehen die Bedürfnisse des Einzelnen stets im Mittelpunkt. Es ist seine Erlebniswelt, die zählt.

Jeder Bewohner kommt mit seiner ganz eigenen Lebensgeschichte zu uns. Je nach dem Grad der dementiellen Erkrankung ist sie für ihn von großer Bedeutung. Auch für uns ist sie sehr wichtig, denn sie liefert uns Anhaltspunkte für einen wertschätzenden Umgang mit ihm und macht eine individuelle Pflege und Betreuung erst möglich.

Die Kenntnis seiner Lebensumstände bietet uns die Chance, ein Umfeld zu schaffen, das sich seinen Bedürfnissen anpasst. Ein vertrauter Alltag mit wiederkehrenden Angeboten hilft uns dabei.

Es gibt nicht „die eine“, für alle optimale Betreuungsform. Wir bieten stattdessen ein Spektrum individueller Angebote, die der Ausprägung der Demenz, der sozialen Situation, den Begleiterkrankungen und den Wünschen des Bewohners angepasst sind.

Freizeitangebote

Mit vielfältigen Freizeitangeboten wird es vor allem den überwiegend orientierten Bewohner des Wohnbereichs „Glück auf“ leicht gemacht, soziale Kontakte zu schließen und aktiv zu bleiben.

Das vertraute Miteinander ermöglicht es, dass wir auch Urlaubsreisen anbieten. Und auch der enge Kontakt zur Kirchengemeinde „Maria Rosenkranz“ lässt unsere Bewohner am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Zum Krankenhausteam gehören eine evangelische Pfarrerin und ein katholischer Pfarrer. Ihr seelsorgerisches Wirken ist ein wichtiger Baustein von Haus Berge.

Kein Platz für Ermahnungen

Wer Marmelade auf die Bratwurst streicht oder den Pantoffel in den Backofen schiebt, dem begegnen wir mit Gelassenheit. Demente Menschen leben und erleben ihre eigene Realität. Diese orientiert sich nicht mehr unbedingt an herkömmlichen Wertvorstellungen und Tabus. Für uns gilt: Wir akzeptieren alle Bewohner, wie sie sind. Für Ermahnungen und Belehrungen ist hier kein Platz. Schließlich leben sie viel zufriedener, wenn wir ihr Verhalten akzeptieren.

Nur die Erlebniswelt unserer Bewohner zählt. Ihrer Realität wollen wir immer mit Respekt begegnen. Wo sie Fähigkeiten haben, zu entscheiden, dürfen sie entscheiden. Wir nehmen aber auch Rücksicht auf ihr Unvermögen und schaffen ein Umfeld mit sicheren und dabei möglichst großen Freiräumen, zum Beispiel in unserem großen Garten.

Spezielle Bedürfnisse

Die dementiell veränderten Bewohner haben auch verschiedene Bedürfnisse und Ressourcen, so dass die Angebote sich nach dem Schweregrad der Demenz richten. Die einzelnen Wohngruppen haben dementsprechend „eigene“ Angebote, die sich an den Bedürfnissen der Bewohner orientieren. Überall gibt es Einzelbetreuung und Kleingruppenangebote die individuell geplant werden.

Menschen zusammenführen…

Beim monatlichen Tanzvergnügen, den Sommerfesten der Wohngruppen, gemütlichen Grillabenden, ausgelassenem BINGO Spielen, dem wöchentlichen Chor, Kaffeeklatsch mit Eierlikör, beim Männerstammtisch, spontanen Marktbesuchen und kleinen Ausflügen mit dem hauseigenen Bus, dem jährlichen Bewohnerurlaub, der jahreszeitlichen Modenschau mit Einkaufsgelegenheit wie im Kaufhaus, beim Tannenbaumkauf mit deftigem Grünkohlessen, dem jährlichen verrückten Flohmarkt, beim festlichen Weihnachtskonzert in der Philharmonie und den Besuchen von Gottesdiensten im Haus und in der nahe gelegenen Kirche treffen sich Menschen aus allen Wohngruppen.

Nur wer sich auf den Weg macht, erlebt etwas

Wer nicht mehr reisen mag oder kann, erfreut sich an unserer jährlichen „Urlaub ohne Koffer“. Landesstypisches Essen, Dekorationen, Bilder- oder Film-Vorträge und auch schon mal eine Tanzgruppe aus der Region, lassen andere Länder hier vor Ort lebendig werden.

Jährlich macht sich eine Gruppe Bewohner selbst auf den Weg in den Urlaub, natürlich mit Kofferpacken. Auch Menschen mit Rollstuhl und Gehhilfen reisen mit, gehen mal wieder ins Restaurant zum Essen, besichtigen Sehenswürdigkeiten und schauen sich andere Urlauber an. Gemütlichkeit, Beisammensein und mal wieder etwas selbst machen, wie z.B. den Einkauf, stehen bei den Reisen an erster Stelle.

Ausflüge in die nähere Umgebung bieten wir wöchentlich mit unserem eigenen, behindertengerechten Bus an. Kino, Theater, Museum, Parks, Café´s und Restaurants sind Ziele für die Ausflüge. Bewohner können natürlich Wünsche äußern und so sind besonders die kulturellen Orte in Essen gern besuchte Ziele.

Angehörige – rund um die Uhr

Der Bewohner ist Teil seiner Familie. Deshalb sind die Angehörigen unverzichtbar für eine fruchtbare Arbeit. Sie vermitteln uns oft erst das notwendige Wissen über Lebensgewohnheiten, das dann als Basis unserer Arbeit dient. Wir pflegen den offenen und intensiven Kontakt zu den Angehörigen und beziehen sie gezielt in den individuell geplanten Pflege- und Betreuungsprozess mit ein. Dazu dienen unter anderem das Akquise- und Eingewöhnungsgespräch aber auch die Fallbesprechungen, in die Angehörige einbezogen werden können.

Ein besonderes Angebot ist der Gesprächskreis für Angehörige, in denen der Angehörige mit seinen Anliegen im Vordergrund steht. Zudem bieten wir themenbezogene Informationsabende und gemeinsame Feiern an.

Grundsätzlich nehmen Angehörige an der Qualitätssicherung unseres Hauses teil und nutzen die Möglichkeit, aktiv in Qualitätszirkeln mitzuarbeiten.

Ziel ist es dabei immer, unsere Arbeit zu verbessern. Dazu dienen unter anderem das Beschwerdemanagement, das im jährlichen Review Bericht ausgewertet wird. Auch die Zufriedenheit der Bewohner wird durch jährliche Angehörigenbefragungen und systematische Gespräche zur Eingewöhnung neuer Bewohner erfasst und dient auf einer jährlichen Arbeitstagung als Grundlage zur Verbesserung unserer Arbeit im Sinne unserer Bewohner.

Miteinander für die Bewohner

Gute Kooperationspartner ergänzen das Leistungsspektrum der Einrichtung. Bewohner können den hauseigenen Friseursalon besuchen, die Fußpflege kommt wöchentlich und auch ein Kosmetikangebot steht zur Verfügung.

Krankengymnastik, Rehabilitationshilfen und ein Sanitätshaus unterstützen die Arbeit in Pflege und Betreuung.

Die medizinische Versorgung wird durch die Haus- und Fachärzte der Bewohner und Kooperationsapotheken sichergestellt. Unser guter Kontakt zu den Kliniken im Umfeld und im Unternehmensverbund sichert auch hier die medizinische Versorgung.

Die Auswahl der eingebunden externen Dienstleister erfolgt sorgfältig, regelmäßig werden die Leistungen überprüft.