Mannschaftsspiel Notfallmedizin – Jede Position ist wichtig

Erstellt von Anja R. Steinhoff

21.11.2019 Notfallmedizin

Mitte November fand das 2. Notfallmedizinische Symposium Ruhr in Essen statt. Rund 200 Teilnehmer aus Pflege, Rettungsdiensten, Medizin und Feuerwehr folgten der Einladung des Elisabeth-Krankenhauses Essen. Unter dem Motto „Mannschaftsspiel Notfallmedizin“ standen im Oktogon des UNESCO-Welterbes Zollverein vor allem die notfallmedizinische Versorgungskette vom Rettungsdienst zu den innerklinischen, fachmedizinischen Strukturen in ihren vielen Facetten im Vordergrund.

Die medizinischen Schwerpunkte waren an den beiden Veranstaltungstagen bewusst breit aufgestellt. „Hot topics“ unterstützten die Diskussion brandaktueller  Themen der Notfallmedizin. Dazu gehörte vor allem die fachgerechte und ressourcenschonende Patientenbehandlung - von der Präklinik bis auf die Intensivstation. Bestehende etablierte Versorgungsverbünde wurden beleuchtet – auch im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der notfallmedizinischen Organisation. In praxisnahen Workshops erhielten die Teilnehmer aktuelles und anwenderorientiertes Wissen.

Den Organisatoren war es besonders wichtig herauszustellen, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Berufsgruppen in der Notfallmedizin zu verzahnen. „Die notfallmedizinische Versorgung von Patienten ist nie eine Einzelleistung. Sie funktioniert nur dann reibungslos, wenn präklinisch der Rettungsdienst und innerklinisch die Notaufnahmen und deren nachgeschalteten Fachabteilungen Hand in Hand und auf Augenhöhe zusammenarbeiten – ähnlich wie beim Mannschaftssport“, erklärte Dr. Ingo Voigt.

Jeder sei an seiner Position wichtig, beschreibt  der Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin im Elisabeth-Krankenhaus Essen, den Grundgedanken des Kongresses. „Wir bringen mit dieser Fachtagung die unterschiedlichen Einzelspieler an einen Tisch, um voneinander zu lernen, sich auszutauschen und als ‚Mannschaft Notfallmedizin‘ zusammenzuwachsen.“ Dies sei auch der Anspruch für die Zukunft, so Voigt, der allen Mitwirkenden für ihre aktive Mitarbeit an der Veranstaltungsvorbereitung und –durchführung dankte.