Neues Verfahren erweitert Leistungsspektrum

Erstellt von Dorothee Renzel

16.04.2019 Contilia, Herz und Gefäße

Contilia Herz- und Gefäßzentrum erweitern Behandlungsspektrum

Die Kardiologen am Contilia Herz- und Gefäßzentrum in Essen haben jetzt ein neues Herzkatheterverfahren zur Rekonstruktion der Mitralklappe durchgeführt.

„Das neue Verfahren, das sogenannte PASCAL-System, erweitert das Spektrum der Behandlung von Patienten mit hochgradiger Mitralinsuffizienz“, erläutert Dr. Thomas Schmitz, stellvertretender Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie im Elisabeth-Krankenhaus Essen. Gemeinsam mit seinem Kollegen, PD Dr. Robert Schueler, hat Schmitz die neue, spezielle Kathetertechnik bei einigen Patienten durchgeführt. Schmitz und Schueler sind stolz darauf, als eines der ersten Zentren in Nordrhein Westfalen dieses System eingesetzt zu haben. „Das neue System bietet uns die Möglichkeit, Klappenveränderungen noch gezielter behandeln zu können. Gerade älteren Patienten oder Schwerkranken, für die eine operative Methode viel zu belastbar wäre, können wir so eine kathetergestützte Alternative bieten“, erklären die beiden Kardiologen.

Das PASCAL-System schafft in der Mitte defekter Klappensegel eine Verbindung und vermindert dadurch die vorhandene Undichtigkeit. „Der Patient, der vorher auf Anstrengung direkt mit Luftnot reagierte, ist dank des erfolgreich eingesetzten Systems wieder belastbar“, bringt es Schmitz auf den Punkt. Bei dem Eingriff wird das kleine System über die Leiste zu den defekten Mitralklappensegeln vorgeschoben. Dies geschieht während das Herz schlägt, ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine.

Auf dem Bild: Dr. Thomas Schmitz (l.) und PD Dr. Robert Schüler freuen sich über den erfolgreichen Einsatz des PASCAL-Systems