Raum für Lebensqualität bis zuletzt - Neues Palliativzimmer am St. Elisabeth-Krankenhaus Niederwenigern

Erstellt von Tanja Liebelt

29.10.2018 Altersmedizin

Am St. Elisabeth-Krankenhaus Niederwenigern steht unheilbar kranken Patienten eine besondere Betreuung und seit neuestem ein speziell ausgestattetes Palliativzimmer zur Verfügung.

Patienten, deren Kräfte nach einem langen Leben oder durch eine unheilbare Erkrankung zu Ende gehen, werden im Zentrum für Altersmedizin palliativmedizinisch begleitet – ein wichtiger Schwerpunkt der Klinik. Wenn Heilung nicht mehr möglich ist, stehen die Wünsche und Bedürfnisse der schwerstkranken oder sterbenden Menschen im Mittelpunkt. „Wir möchten vor allem Schmerzen lindern und uns Zeit nehmen“, sagt Chefärztin Dr. Christine Bienek. „Die meisten Patienten in dieser Lebensphase benötigen weniger Apparatemedizin als vielmehr persönliche Zuwendung“, fügt sie hinzu. Ihnen bis zuletzt ein beschwerdearmes und würdevolles Leben zu ermöglichen, gehört zur christlich-ethischen Grundhaltung des Hauses. „Wie lange ein Patient bei uns palliativmedizinisch versorgt wird, hängt von seinem Zustand ab. Dies kann von einigen Tagen bis zu zwei oder drei Wochen dauern“, so Bienek. Im Anschluss folgt häufig die Entlassung nach Hause oder in ein Hospiz.

Mit einem kernsanierten und komplett neu eingerichteten Palliativzimmer wurde nun ein Ort geschaffen, an dem sich die Patienten auch im Krankenhaus geborgen fühlen können. Aus einem „normalen“ Patientenzimmer ist ein Zimmer mit Wohnzimmer-Flair geworden: helle Farben, große Fenster mit Blick in den weitläufigen Garten, gemütliche Einrichtung auf dem neuesten Stand der Technik. Es gibt sogar eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige. Das Zimmer liegt direkt am Ausgang in den Garten. „Der Gartenzugang war uns besonders wichtig“, so Bienek, „für viele Menschen bedeutet es Lebensqualität, draußen in der Natur sein zu können."

Den Startschuss zur Entstehung des Palliativzimmers gab Familie Kremeyer aus Hattingen, der Geschäftsführer Markus Frieling und Dr. Christine Bienek ihren besonderen Dank aussprechen. Persönliche Erfahrungen gaben Dr. Heinz Kremeyer und seiner Frau Anlass, sich für die Klinik einzusetzen. Er betont, wie unterstützend und bereichernd er den Umgang mit den Themen Tod und Trauerarbeit durch Dr. Christine Bienek und ihr Team erfahren hat. „Ein großer Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, so Dr. Christine Bienek, für die die Einrichtung des Palliativzimmers eine Herzensangelegenheit ist.

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