Nachricht

Abschied von Krankenhausseelsorger Jens Schwabe-Baumeister

Erstellt von MK

06.01.2026 Elisabeth-Krankenhaus Essen, Fachklinik Kamillushaus Heidhausen, Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel, St. Elisabeth-Krankenhaus Niederwenigern, St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh, Seelsorge

Nach 26 Jahren im Dienst der Krankenhausseelsorge wurde Jens Schwabe-Baumeister zum 1. Januar 2026 entpflichtet.

„Als Pfarrer hört man allerdings nie ganz auf“, sagt der evangelische Seelsorger, der sich nur einen Tag nach seiner Entpflichtung bereits um den Besuch der Sternsinger im Krankenhaus kümmert. Seit 1999 ist Schwabe-Baumeister in der Krankenhausseelsorge tätig, zunächst im Alfried Krupp Krankenhaus, dann im Philippusstift und schließlich in den letzten zweieinhalb Jahren für die Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel und das Elisabeth-Krankenhaus.

„Eigentlich hat sich die Krankenhausseelsorge für mich entschieden“, erinnert sich der Pfarrer an seinen Beginn im Beruf. „Ich hatte eine Urlaubsvertretung übernommen und nach nur einer Woche wollte ich nicht mehr gehen. Die Arbeit im Krankenhaus ist so unmittelbar, direkt und ehrlich.“

Eine Begegnung zu Beginn seiner Laufbahn ist ihm besonders im Gedächtnis geblieben – eine, an die er auch heute noch oft zurückdenkt. „Ich sollte einen bekannten Psychologen und Chefarzt im Krankenzimmer besuchen. Vorher machte ich mir viele Gedanken. Er war schließlich ein Fachmann und kannte alle psychologischen Kniffe. Als ich ihn dann einfach fragte: ‚Wie geht’s dir?‘, brach er sofort in Tränen aus. Ich war der erste, der ihn das gefragt hatte.“ Eine einfache Frage, mit großer Wirkung. 

Besonders prägend waren für Schwabe-Baumeister auch die Nottaufen von Kindern und seine Einsätze in der Notrufbereitschaft – Momente, in denen er Patient:innen und Angehörigen in akuten Krisensituationen beistand. Dabei, so betont der Pfarrer, sei es völlig unerheblich, welche Werte, welchen Glauben oder welchen Hintergrund die Menschen haben. „Ich reiße mich nicht um Schicksale und Todesfälle, aber einer muss sich dem annehmen.“

Wir danken Jens Schwabe-Baumeister, dass er sich so vielen Menschen angenommen, die richtigen Worte gefunden und die entscheidenden Fragen gestellt hat.