Nachricht

Neue Selbsthilfegruppe in Essen: endoBalance – meine Endo und ich | Netzwerk Endometriose Essen

10.04.2026 Elisabeth-Krankenhaus Essen, Frauengesundheit, Geburt

Im Juni startet die neue Selbsthilfegruppe endoBalance für Frauen mit Endometriose. Leiterin Anika Arendt bietet Betroffenen einen geschützten Raum für Austausch, Information und Unterstützung. Endometriose ist eine chronische, oft spät diagnostizierte Erkrankung, die mit erheblichen körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen einhergehen kann. Wie ein Chamäleon zeigt sich Endometriose oft gut getarnt und in vielen Facetten – und bleibt deshalb lange unentdeckt. Ziel der Gruppe ist es, Wissen zu bündeln, Selbstwirksamkeit zu stärken und gemeinsam Strategien für den Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

Trotz der hohen Zahl an Erkrankten wird Endometriose oft spät erkannt, denn sie wird nicht ohne Grund auch als „das Chamäleon der Gynäkologie“ bezeichnet: Die Symptome reichen von unerträglichen Menstruationsschmerzen über chronische Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr bis hin zu Problemen bei der Blasen- oder Darmentleerung. Zudem wird oft erst nach unerfülltem Kinderwunsch eine Diagnose gestellt. Die Selbsthilfegruppe „endoBalance – meine Endo und ich“ hat das Ziel, Betroffene in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken, Wissen zu bündeln und gemeinsam Strategien für einen besseren Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

Das erste Treffen findet am Montag, dem 08.06.2026, von 18 bis 20 Uhr im Konferenzraum 2 (K2) des Elisabeth-Krankenhaus Essen statt und soll sich dem Impulsthema Osteopathie bei Endometriose widmen. Bettina Höhfeld-Schikfelder, Physiotherapeutin, sektorale Heilpraktikerin und Osteopathin, wird den Betroffenen berichten, welche Therapiemöglichkeiten es im Rahmen einer osteopathischen Behandlung gibt.

Beim zweiten Treffen am 13.07.2026 in Konferenzraum 1 ( K1) steht der fachliche Austausch mit Prof. Dr. med. Matthias Korell, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe am Johanna Etienne Krankenhaus in Neuss, sowie Dr. Norbert Nosal, Chefarzt der Frauenklinik am Elisabeth‑Krankenhaus Essen im Fokus. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und medizinische Perspektiven aus der Praxis kennenzulernen.

Das Netzwerk Endometriose, zu dem neben Anika Arendt, Bettina Höhfeld-Schikfelder und Dr. Norbert Nosal weitere Akteure wie Joanna Förster, Heilpraktikerin für ganzheitliche Frauenheilkunde, gehören, lädt zudem am Freitag, dem 17. April 2026 zum Info-Nachmittag ein, um Betroffenen mit Vorträgen sowie im direkten Austausch Unterstützung zu bieten. Die Veranstaltung findet ab 13:45 Uhr im Hörsaal des Elisabeth-Krankenhaus Essen statt.

Die Treffen der Selbsthilfegruppe „endoBalance – meine Endo und ich | Netzwerk Endometriose Essen“ sind für das Jahr 2026 bereits terminiert – sie finden stets am zweiten Montag des Monats statt:

  • 08.06.2026 – Raum K2
  • 13.07.2026 – Raum K1
  • 10.08.2026 – Raum K1
  • 14.09.2026 – Raum K1
  • 12.10.2026 – Raum K2
  • 09.11.2026 – Raum K2
  • 14.12.2026 – Raum K1

Ergänzend zu den regelmäßigen Austauschtreffen plant Gruppenleiterin Anika Arendt thematische Impulse in ganzheitlicher Ausrichtung, unter anderem zu:

  • Ernährung bei Endometriose,
  • Entspannung und Stressreduktion, unter Einbezug der sogenannten vier S‑Säulen: Selbstliebe, Selbstfürsorge, Selbstwirksamkeit und Selbstheilungsaktivitäten,
  • sowie perspektivisch auch ein Yoga‑Retreat speziell für Endometriose-Betroffene.

Die Selbsthilfegruppe richtet sich an alle Endometriose-Betroffenen – unabhängig vom Krankheitsstadium oder bisherigen Erfahrungen. Die Teilnahme ist freiwillig, kostenfrei und vertraulich.

 

Weitere Informationen und Anmeldung:

Anika Arendt / endoBalance(at)t-online.de