Strukturierte Versorgung der akuten Lungenarterienembolie (PERT)
Erstellt von Sabine Büns
29.05.2026 Elisabeth-Krankenhaus Essen
Die akute Lungenarterienembolie stellt einen häufigen kardiovaskulären Notfall dar und erfordert eine schnelle, risikoadaptierte Therapieentscheidung. Unter der Hotline 0201 897-86200 ist das Lungenembolie-Team rund um die Uhr erreichbar und unterstützt bei der unmittelbaren Therapieplanung.
Die akute Lungenarterienembolie stellt einen häufigen kardiovaskulären Notfall dar und erfordert eine schnelle, risikoadaptierte Therapieentscheidung. Abhängig vom klinischen Risiko reicht das Behandlungsspektrum von einer alleinigen Antikoagulation bis hin zu systemischen oder interventionellen Reperfusionsverfahren. Insbesondere bei Anzeichen eines akuten Cor pulmonale oder hämodynamischer Instabilität sollte frühzeitig die Möglichkeit einer interventionellen Therapie überprüft werden.
In der Klinik für Kardiologie und Angiologie erfolgt die Diagnostik und Behandlung der Lungenembolie standardisiert über ein interdisziplinäres Pulmonary Embolism Response Team (PERT). In diesem Team arbeiten Kolleg:innen aus Angiologie, Kardiologie, Radiologie sowie der Akut- und Notfallmedizin eng zusammen. Ziel ist es, für jede Patientin und jeden Patienten zeitnah eine individuell abgestimmte Therapie festzulegen. Dr. Roland Heesen, leitender Arzt der Angiologie, hebt hervor, dass die behandelnden Ärzt:innen mit diesem Angebot einen direkten Draht in die Klinik erhalten: „Mit dem PERT haben wir eine klare Struktur geschaffen, die die Versorgungsqualität erhöht und die Entscheidungswege deutlich verkürzt.“
Interventionelle Therapieoptionen im Haus umfassen:
- Kathetergestützte mechanische Thrombektomie, insbesondere bei bestehenden Kontraindikationen gegen eine Fibrinolyse oder in der postoperativen Phase
- Lokale, ultraschallassistierte kathetergeführte Thrombolyse zur gezielten Reperfusion bei intermediär-hohem Risiko
- ECMO-Support als überbrückende Maßnahme bei therapierefraktärem Kreislauf- oder Lungenversagen
Vorgehen bei Verdacht auf Hochrisiko- oder intermediär-Hochrisiko Lungenembolie:
Bitte frühzeitig Kontakt mit dem PERT-Team aufnehmen: Unter der Hotline 0201 897-86200 ist das Lungenembolie-Team rund um die Uhr erreichbar und unterstützt bei der unmittelbaren Therapieplanung. Gemeinsam erfolgt kurzfristig die Abstimmung zu Diagnostik, möglicher Verlegung und geeigneten Therapieoptionen.
