Natur zieht ein im St. Marien Quartier: Mehr Lebensraum für Vögel, Wildbienen und Insekten
Erstellt von Sandra Lorenz
17.07.2026 Contilia Pflege und Betreuung, St. Marien Quartier, Contilia
Kaum waren die ersten Nistkästen im Garten des St. Marien Quartiers angebracht, ließen die ersten neugierigen Besucher nicht lange auf sich warten: Kohl- und Blaumeisen inspizierten bereits ihre möglichen neuen Brutplätze. Ein schöner Beweis dafür, wie schnell kleine Maßnahmen einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten können.
Doch damit nicht genug: Rund um den Teich verwandeln neue Blühflächen den Garten nach und nach in ein buntes Paradies für Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche weitere Insekten. So entsteht ein Ort, der nicht nur die Natur bereichert, sondern auch den Bewohnerinnen und Bewohnern jeden Tag neue Eindrücke schenkt.
„Unser Garten war schon immer ein beliebter Treffpunkt und eine grüne Oase für unsere Bewohnerinnen und Bewohner. Gleichzeitig bietet er großes Potenzial als Lebensraum für heimische Tier- und Pflanzenarten“, sagt Quartiersleiterin Bettina Spitz. „Uns fehlte bislang vor allem das fachliche Know-how. Umso mehr freuen wir uns, mit starken Partnern an unserer Seite dieses Projekt verwirklichen zu können.“
Unterstützung erhielt das Quartier von der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Schwelm (AGU). Gemeinsam mit Peter Stark und Michael Treimer wurde ein nachhaltiges Pflanzkonzept entwickelt, das den Garten langfristig ökologisch aufwertet. Die AGU begleitet das Projekt auch weiterhin und übernimmt die fachkundige Pflege der neu angelegten Flächen.
Ergänzt wird das Projekt durch ein Wildbienenhotel, das das Team der AGU über mehrere Wochen im Garten aufgebaut hat. Es bietet den nützlichen Bestäubern einen geschützten Rückzugsort und macht zugleich sichtbar, wie wichtig ihr Beitrag für die Natur ist. Das Grundgerüst (NABU) wurde bereits im Winter installiert und später mit unterschiedlichen Nisthilfen und einer Schautafel in einfacher Sprache vervollständigt.
„Wildbienen sind unverzichtbar für unser Ökosystem. Sie bestäuben einen Großteil unserer Blühpflanzen und tragen entscheidend dazu bei, dass Pflanzen, Tiere und letztlich auch wir Menschen von einer intakten Natur profitieren“, erklärt Peter Stark von der AGU.
Wer nun befürchtet, dass sich dadurch mehr summende Gäste auf der Terrasse einfinden, kann beruhigt sein. Michael Treimer erklärt: „Wildbienen sind ausgesprochen friedliche Tiere. Sie interessieren sich nicht für Kuchen oder süße Getränke, sondern ausschließlich für Blüten. Selbst wenn sich einmal eine Wildbiene in die Nähe eines Sitzplatzes verirrt, genügt es, ruhig zu bleiben. Sie greift Menschen nicht an.“
Mit den neuen Nistkästen, den blühenden Pflanzen und dem Wildbienenhotel entwickelt sich der Garten des St. Marien Quartiers weiter zu einem lebendigen Naturraum. Ein Gewinn für die heimische Artenvielfalt und zugleich ein Ort, an dem sich Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste gleichermaßen wohlfühlen können.
Pressekontakt: Sandra Lorenz | Bereichsleiterin Öffentlichkeitsarbeit und Soziales
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Fotos: Sandra Lorenz, Contilia Pflege und Betreuung
