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Neue Selbsthilfegruppe stärkt Frauen mit Lipödem

16.04.2026 St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh, Plastische Chirurgie

Patientinnen schaffen regelmäßiges Angebot für Austausch und Information.

Viele Frauen mit Lipödem erleben über Jahre hinweg körperliche Einschränkungen und eine emotionale Belastung, oft verbunden mit dem Gefühl, mit ihrer Erkrankung allein zu sein. Trotz guter medizinischer Versorgung bleibt der Alltag oft herausfordernd, auch, weil Aufklärung, Austausch und Verständnis im persönlichen Umfeld häufig fehlen. Genau hier setzt die neu gegründete Selbsthilfegruppe von Patientinnen des Lipödemzentrums im St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh an. Sie bietet einen geschützten Rahmen, in dem Betroffene sich gegenseitig stärken, Erfahrungen teilen und Wege finden können, ihre Erkrankung besser zu bewältigen.

„Der Austausch auf Augenhöhe hat eine enorme Kraft“, sagt Amelie Polutta, eine der Gründerinnen. „Viele von uns haben einen langen Weg hinter sich – voller Fragezeichen, Fehldiagnosen und Unsicherheiten. In der Gruppe erleben wir, dass wir nicht allein sind, und das wirkt unglaublich entlastend. Wir möchten einen Ort schaffen, der stärkt und Mut macht.“

Ein zentrales Element des neuen Angebots ist auch der Zugang zu Expertenwissen. Neben dem persönlichen Austausch plant die Gruppe regelmäßige Fachvorträge des ärztlichen Teams des Lipödemzentrums sowie Beiträge aus angrenzenden Bereichen. „Wir möchten immer wieder Expert:innen aus Medizin, Therapie und Reha, Sanitätshäusern oder Krankenkassen einladen und den Teilnehmerinnen so die Möglichkeit geben, gezielt Fragen zu stellen“, erklärt Mitbegründerin Sabina Donkiewicz.

Auch aus ärztlicher Sicht ist die Gründung ein wichtiger Schritt. Dr. Marc André Quambusch, Chefarzt des Lipödemzentrums, betont: „Selbsthilfegruppen spielen bei chronischen Erkrankungen eine entscheidende Rolle. Sie bieten emotionale Unterstützung, fördern eigenständiges Krankheitsmanagement und ergänzen die medizinische Behandlung auf ideale Weise. Wir begrüßen diese Initiative sehr.“

Die neue Selbsthilfegruppe trifft sich erstmals am 29. April 2026, um 18 Uhr, im St. Josef Quartier, Raum Burgaltendorf, Heidbergweg 33, 45257 Essen. Weitere Treffen finden anschließend alle zwei Monate am letzten Mittwoch des Monats statt (24. Juni, 26. August, 28. Oktober, 30. Dezember). Fragen können im Vorfeld an Amelie Polutta unter a.polutta(at)t-online.de oder an Sabina Donkiewicz unter sabina(at)donkiewicz.de gerichtet werden.