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Schlafstörungen bei Parkinson: Oft unterschätzt, aber gut behandelbar

28.08.2026 St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh, Neurologie, Parkinson

Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Parkinson-Erkrankung und können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Über die Ursachen und modernen Behandlungsmöglichkeiten sprach Prof. Dr. Dirk Woitalla, Chefarzt des Parkinsonzentrums am St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh, im Rahmen der ärztlichen Fortbildung „DOPA sc Experte“ in Düsseldorf.

„Ein erholsamer Schlaf ist für die körperliche und geistige Gesundheit unverzichtbar. Gerade bei Parkinson-Patient:innen wird die Bedeutung von Schlafstörungen jedoch häufig unterschätzt“, erläuterte Prof. Woitalla in seinem Vortrag. Während des Schlafs durchläuft der Mensch mehrere aufeinander abgestimmte Schlafphasen. Nur wenn diese Schlafarchitektur ungestört abläuft, kann der Schlaf seine regenerative Wirkung entfalten. Bei Parkinson kann dieses komplexe Zusammenspiel jedoch beeinträchtigt sein. Die Folgen reichen von ausgeprägter Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen bis hin zu einer deutlichen Einschränkung des allgemeinen Wohlbefindens.

Die Ursachen für Schlafstörungen bei Parkinson sind vielfältig. Häufig spielen nächtlicher Harndrang, Schlafapnoe mit Schnarchen oder Bewegungsstörungen eine Rolle. Auch die für Parkinson typische nächtliche Steifigkeit und eingeschränkte Beweglichkeit können dazu führen, dass Betroffene mehrfach aufwachen und keinen erholsamen Schlaf finden. „Für eine erfolgreiche Behandlung ist es wichtig, die individuellen Ursachen der Schlafstörung genau zu identifizieren“, betonte Prof. Woitalla. Je nach Auslöser stehen unterschiedliche therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung, die von einer Anpassung der Parkinson-Medikation über die Behandlung von Schlafapnoe bis hin zu gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafhygiene reichen.

Das Thema stieß bei den teilnehmenden Ärzt:innen auf großes Interesse. In der Fortbildung wurden die unterschiedlichen Formen von Schlafstörungen bei Parkinson sowie aktuelle diagnostische und therapeutische Ansätze intensiv diskutiert. Das St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh verfügt seit vielen Jahren über einen ausgewiesenen Schwerpunkt in der Behandlung von Menschen mit Parkinson. Das Parkinsonzentrum genießt überregionale Anerkennung und wird in verschiedenen Krankenhaus-Rankings regelmäßig zu den führenden Einrichtungen in der Versorgung von Parkinson-Patient:innen gezählt.

„Die Qualität der Versorgung unserer Patient:innen hat für uns höchste Priorität“, sagt Prof. Woitalla. „Dafür sind umfassende Erfahrung, kontinuierliche Weiterbildung und eine individuell abgestimmte Behandlung entscheidende Voraussetzungen.“ Prof. Dr. Dirk Woitalla beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren schwerpunktmäßig mit der Diagnostik und Behandlung von Parkinson und zählt zu den renommierten Experten auf diesem Gebiet. Seine langjährige Erfahrung fließt sowohl in die tägliche Patientenversorgung als auch in die Fortbildung von Ärzt:innen ein.

 

 

Foto: canva/yanyong