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Sozialpädiatrisches Zentrum bezieht neue, eigene Räumlichkeiten

Erstellt von Sabine Büns

12.02.2026 Elisabeth-Krankenhaus Essen, Kinder- und Jugendmedizin

Die neuen Räumlichkeiten des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) des Elisabeth-Krankenhauses Essen in der Huttropstraße 45 sind speziell auf die Bedürfnisse der dort behandelten Kinder und Jugendlichen zugeschnitten. Mit dem freistehenden Gebäude in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses schafft das SPZ optimale Voraussetzungen für eine umfassende sozialpädiatrische Versorgung von der Geburt bis zum18. Lebensjahr.

Das neue SPZ befindet sich auf einem 3.734 Quadratmeter großen Grundstück und verfügt über eine Bruttogeschossfläche von rund 1.060 Quadratmetern. Im Rahmen eines umfangreichen Umbaus entstanden insgesamt 15 moderne Untersuchungs- und Behandlungsräume. Ziel der baulichen Maßnahmen war es, funktionale Abläufe mit einer kindgerechten, beruhigenden Umgebung zu verbinden. Parkplätze für Patient:innen stehen direkt vor Ort zur Verfügung, zudem ergänzt ein Gartenbereich das Gebäude.

Ein zentrales Element des Umbaus war die deutliche Vergrößerung bestehender sowie die Einbringung neuer Fensterflächen. Die Wartebereiche sind mit individuell gestalteten, kindgerechten und sehr ansprechenden Möbeln und Spielelementen ausgestattet.

Durch den bewussten Einsatz von Farben, Licht und Materialien entstand eine harmonische Umgebung, die Sicherheit vermittelt und Ängste abbaut. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem neu eingerichteten, barrierefreien Raum für die videogestützte Gang- und Bewegungsanalyse, der auch Kindern mit schweren körperlichen Einschränkungen uneingeschränkt zugänglich ist.  

Sozialpädiatrie steht für Vorsorge, Früherkennung und Behandlung von Funktions- und Verhaltensstörungen, chronischen Erkrankungen sowie Behinderungen. Die häufig komplexen Fragestellungen bei Entwicklungsauffälligkeiten werden im SPZ durch ein erfahrenes, multiprofessionelles und interdisziplinär arbeitendes Team unter ärztlicher Leitung von Dr. Claudio Finetti diagnostiziert und behandelt.

Das Leistungsspektrum umfasst die Abklärung verschiedenster Entwicklungsauffälligkeiten. Zu den spezialisierten Sprechstunden zählen unter anderem die Autismussprechstunde, die Epilepsie-Ambulanz, die Diagnostik der Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die Sprechstunde zum Fetalen Alkoholsyndrom (FAS), die Kopfschmerzsprechstunde, die videogestützte Gangsprechstunde nach dem Konzept „Gehen Verstehen“, die Handsprechstunde sowie eine Hilfsmittelsprechstunde.

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, der Neuropädiatrie und der Kinderschutzambulanz des Elisabeth-Krankenhauses Essen. Darüber hinaus ist die Vernetzung mit externen Partnern und Institutionen von zentraler Bedeutung. In enger Abstimmung mit den Sorgeberechtigten arbeitet das SPZ mit niedergelassenen Kinder- und Fachärzt:innen, Beratungsstellen, Jugend- und Gesundheitsämtern, Frühförderstellen, therapeutischen Praxen sowie mit Erzieher:innen und Lehrkräften in Schulen zusammen.

Ziel der Arbeit ist eine ärztlich verantwortete, interdisziplinäre Diagnostik sowie eine individuell abgestimmte Behandlungs- und Therapieplanung zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Dabei werden sowohl die Erkrankung und Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen als auch die familiäre Situation berücksichtigt. Die Stärkung der eigenen Ressourcen, die Förderung von Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung sowie eine bestmögliche soziale Integration stehen im Mittelpunkt. Familien werden aktiv im Prozess der Krankheitsbewältigung begleitet.