Neues Gelenk für mehr Lebensqualität

Heutzutage gehört die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes zur Routine. Trotz schonender OP-Techniken warten viele Menschen den Eingriff lange Zeit ab.

Meist ist es ein weiter Weg, bis jeder Schritt schmerzt. Denn der Verschleiß des Hüftgelenkes zieht sich über viele Jahre hin. „Die Abnutzung liegt nicht am Alter der Betroffenen, sondern an der Qualität ihres Gelenkknorpels“, sagt Chefarzt Dr. Ulrich Pfeiffer, der gemeinsam mit Chefarzt Dr. Stephan Elenz das Contilia Endoprothetikzentrum (EPZ) am St. Marien-Hospital Mülheim an der Ruhr leitet. Etwa 90 Prozent der Fälle sind durch Abnutzung des Knorpels bedingt. Neben seltenen Erkrankungen im Kindesalter kann eine angeborene Formveränderung der Hüfte, die sogenannte Hüftdysplasie, ebenfalls Ursache für Beschwerden sein. „In Deutschland werden alle Säuglinge via Ultraschall untersucht. Auf diese Weise ist eine frühzeitige Behandlung zugunsten der normalen Entwicklung möglich“, so Dr. Elenz. Dank der gesetzlich vorgeschriebenen Früherkennungsuntersuchungen gäbe es nur noch wenige angeborene Formen.

„Bei jungen Patienten sind die Beschwerden oft durch Sportverletzungen oder Unfälle bedingt“, weiß Dr. Ulrich Pfeiffer aus der täglichen Praxis. Dies war auch bei Jörg Fischer der Fall: „Ich bin Maschinenschlosser und in Hydrauliköl ausgerutscht. Plötzlich hat es knack gemacht“, erinnert sich der Mülheimer kurze Zeit nach der Operation und fügt hinzu: „Die neue Hüfte fühlt sich ein bisschen fremd an, aber die Feinabstimmung kommt ja noch. Ich laufe schon richtig sicher.“ Spätestens am zweiten Tag nach dem Eingriff stehen die Patienten unter voller Belastung auf und werden von Physiotherapeuten mobilisiert. Zudem kräftig die gezielte Physiotherapie im Vorfeld der OP die Muskeln und entlastet das Gelenk. Auch falsche Bewegungsmuster werden korrigiert, so dass einer weiteren Fehlbelastung vorgebeugt wird. „Hüftpatienten sind in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt und verringern wegen der Schmerzen ihre Gehstrecke. Wir möchten ihre Mobilität erhalten und der Einbuße von Lebensqualität entgegensteuern“, betont Dr. Elenz.

Bei einer Hüftarthrose sind leichte körperliche Aktivitäten empfehlenswert, die die Durchblutung und Beweglichkeit der Gelenke fördern. Besonders geeignet sind Radfahren, Schwimmen und Wassergymnastik. Wenn Physiotherapie, Medikamente und weitere gelenkerhaltende Maßnahmen als Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, entscheiden sich Betroffene dann doch für den chirurgischen Eingriff. Dabei gilt es, den Zeitpunkt richtig zu wählen. Viele Patienten warten zu lange und sind schon eingesteift, so dass der Eingriff aufwendiger wird. „In Deutschland ist sowohl die Qualität der künstlichen Gelenke als auch die operative Versorgung sehr gut. Betroffene sollten nicht länger als nötig mit der OP warten, wenn die Indikation gegeben ist“, rät Dr. Pfeiffer.

Contilia EndoProthetikZentrum Mülheim an der Ruhr

c/o St. Marien-Hospital 
Dr. med. Ulrich Pfeiffer, Dr. med. Stephan Elenz

Kaiserstraße 50
D-45468 Mülheim an der Ruhr
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