Depression verstehen und bewältigen - Informationsabend und Erfahrungsgruppen

Erstellt von Anja R. Steinhoff

01.03.2019 Psyche und Sucht

Depression hat viele Gesichter. Das Krankheitsbild zeigt sich in unterschiedlichen Formen und Ausprägungen. Für Betroffene ist es oft schwer zu verstehen, da eine seelische Überbelastung die Ursache von körperlichen Beschwerden, Antriebslosig-keit oder einer verminderten Konzentrationsfähigkeit sein kann. Die Depression wirkt sich auf verschiedenen Ebenen aus und beeinflusst entscheidend die Lebensqualität.

Das Thema „Depression verstehen, behandeln und bewältigen“ wird Dr. Dirk Held daher ausführlich am Mittwoch, 6. März 2019, 17.30 bis 19.00 Uhr, im Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ), Germaniaplatz 3, 45355 Essen beleuchten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir Betroffene erreichen, die ihre Erkrankung verstehen wollen, jedoch mit den möglichen Behandlungswegen noch nicht sicher vertraut sind“, erklärt der Oberarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Philippusstift Essen-Borbeck, einer Einrichtung der Contilia Gruppe, die Zielsetzung.

Gabriele Becker, Selbsthilfeorganisation Wiese e.V., und Doris Lewe, Leiterin des Sozialpsychiatrischen Zentrums (SPZ), stellen anschließend die Möglichkeiten vor, Unterstützung und Hilfe durch den Austausch mit Gleichbetroffenen zu finden – zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe oder in einer der bald startenden Erfahrungsgruppen.

Selbsthilfe und Erfahrungsgruppen helfen, die Wartezeit auf einen Therapieplatz zu überbrücken

Die Erfahrungsgruppen sind ein neues, fachlich moderiertes Gesprächsangebot für Interessierte, die an einer leichten bis mittelschweren Depression leiden. Sie starten am Mittwoch, 20. März 2019, 17.00 bis 19.00 Uhr, an zehn Abenden im 14-tägigen Rhythmus. „Mit maximal zwölf Teilnehmern haben die Gruppen eine überschaubare Größe. Sie bieten kurzfristig Hilfe, um die teilweise nicht unerheblichen Wartezeiten auf einen Behandlungsplatz zu überbrücken“, so Lewe. „Es ist leider immer noch nicht einfach, schnell und unbürokratisch psychotherapeutische Unterstützung zu finden und einen kurzfristigen Termin in einer Fachpraxis zu bekommen.“ Gleichzeitig soll das Angebot, das in Zusammenarbeit mit dem „Essener Bündnis gegen Depression“ und der Novitas BKK stattfindet, auch jenen Betroffenen helfen, im Anschluss an einer Therapie die neuen Erkenntnisse zu festigen. Die Teilnahme ist kostenlos; die Interessenten verpflichten sich im Rahmen eines Vorgespräches zu einer verbindlichen Teilnahme, um eine sinnvolle Arbeit der Erfahrungsgruppen zu ermöglichen.


Information und Anmeldung

Für weitere Information zur Vortragsveranstaltung und zwecks Anmeldung zum Vorgespräch und zu den Erfahrungsgruppen wenden Sie sich bitte telefonisch an Doris Lewe und Elisabeth Neefischer über die Ruf-nummer 0201/6400 5341 oder per Email an stuetzpunkt@kk-essen.de.

Flyer "Depression verstehen und bewältigen in Erfahrungsgruppen"