Gefäßchirurgie - Teilnahme an internationaler Studie

Erstellt von Dorothee Renzel

23.12.2019 Contilia, Herz und Gefäße

Idomeneo lautet der Name der Studie, die die Behandlungsmöglichkeiten der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) – auch bekannt als Schaufensterkrankheit – in den gefäßchirurgischen Einrichtungen und Zentren in Deutschland untersucht. Weltweit sind etwa 200 Millionen Menschen betroffen.

Die internationale Studie wird anhand von 10 000 Patienten durchgeführt, insgesamt sind 30 Zentren beteiligt. Auch die Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie im Elisabeth-Krankenhaus Essen nimmt an dieser Studie als einziges Zentrum in der Rhein-Ruhr-Region teil. „Für uns ist es eine Auszeichnung, an dieser Studie teilzunehmen. Unsere Behandlungsqualität wird so extern kontrolliert. Die Nachhaltigkeit des gewählten Operationsverfahrens und die Versorgungsqualität werden offengelegt und analysiert“, so Prof. Johannes Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie im Contilia Herz- und Gefäßzentrum.

Täglich muss in den Kliniken in Einzelfallentscheidungen abgewogen werden, wie eine optimale Versorgung des Patienten durchgeführt wird. Die Studie untersucht, ob die einzelnen Fälle leitliniengerecht durchgeführt wurden. „Bei jeder Entscheidung steht der Patient im Mittelpunkt und es muss ein Kompromiss zwischen Invasivität und Nachhaltigkeit gefunden werden“, so Prof. Johannes Hoffmann. Eine solche Abwägung werde im dreifach zertifizierten Gefäßzentrum (dazu gehören die Bereiche Gefäßchirurgie, Angiologie und Radiologie) im Elisabeth-Krankenhaus Essen täglich vorgenommen. „Diese gemeinsame Besprechung ist sehr gut. Hier stehen alle Behandlungsalternativen zur Verfügung und es kann im Sinne des Patienten sowie kurzfristig entschieden werden“, betont der Chefarzt.

Zum Jahresende sind bereits 200 Patienten der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie in die Studie aufgenommen worden, die Studie läuft noch bis März 2020. „Mein Team und ich sind auf die Ergebnisse gespannt.“