Gut besucht: Patientenforum zu Schlafstörungen

02.03.2017 Psyche und Sucht

Jeder dritte Deutsche leidet inzwischen unter Schlafproblemen. Kein Wunder, dass sich auch viele Mülheimer jetzt über das Thema im St. Marien-Hospital informiert haben. Ob ein stressiger Alltag, innere Unruhe oder akute Sorgen – die Gründe für eine schlaflose Nacht können vielfältig sein. Wenn sich die Störung über Wochen oder sogar Monate hinzieht, wird der Leidensdruck bei den Betroffenen groß.

Die Folgen können bis hin zur körperlichen Erschöpfung reichen. Um wieder einen geregelten Schlafrhythmus zu erlangen, gibt es hilfreiche Strategien. Bei der Aktuellen Medizinischen Stunde hat Ina Hofstadt, Fachärztin aus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, den Besuchern Tipps zum richtigen Verhalten gegeben. So sollten Betroffene erst bei Müdigkeit ins Bett gehen. Wer tagsüber körperlich nicht ausgelastet ist, könne abends beispielsweise einen ausgedehnten Spaziergang machen. Wichtig sei vor allem, nachts nicht auf die Uhr zu schauen. Denn das produziere noch mehr innere Unruhe. Dabei ist Entspannung beim Einschlafen das A und O. Bei dringenden Einfällen ist ein Notizzettel auf dem Nachttisch hilfreich, um die Gedanken für den nächsten Tag festzuhalten und sich nicht länger damit zu beschäftigen.

Betroffene sollten zudem darauf achten, morgens immer zur gleichen Zeit aufzustehen und einen Mittagsschlaf auf maximal 15 bis 30 Minuten zu begrenzen. Nach vielen weiteren Hinweisen nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, individuelle Fragen zu ihren Schlafstörungen an die Expertin zu stellen.