Immer ein offenes Ohr - Katholischer Seelsorger im St. Marien-Hospital

19.01.2017 Contilia

Pfarrer Berthold Boenig ist als neuer Krankenhausseelsorger seit Beginn dieses Jahres für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter im St. Marien-Hospital da. Gemeinsam mit seinem evangelischen Kollegen, Pfarrer Guido Möller, begleitet er die Menschen ökumenisch in verschiedensten Lebenssituationen.

So melden sich Ärzte, Pflegekräfte oder die ehrenamtlichen „Grünen Damen und Herren“ oftmals mit der Bitte, einen bestimmten Patienten zu besuchen. Aber auch Angehörige, denen eine Diagnose schwer zur Last fällt, wenden sich an den Seelsorger.

Laut Berthold Boenig könne der Glaube durchaus beim Gesundwerden helfen. „Viele Erkrankungen haben eine seelische Komponente. Mir ist die ganzheitliche Sicht wichtig: nicht nur auf Defizite schauen, sondern meine Energie auf die Dinge zu richten, die ich noch kann.“

Nach dem Realschulabschluss machte der gebürtige Gelsenkirchener zunächst eine Ausbil-dung als Gärtner. Danach absolvierte er das Abitur, studierte Theologie in Bochum und Innsbruck und ging ins Priesterseminar nach Essen-Werden. „Ich wollte es zu meinem Beruf machen, mit Menschen umzugehen“, betont der 54-Jährige seinen Schwerpunkt und fügt hinzu: „Ich bin Priester geworden, um seelsorgerisch tätig zu sein.“

Als Gemeindepfarrer sei er vermutlich sehr viel mehr mit Verwaltungsarbeit beschäftigt gewesen. Deshalb nahm Berthold Boenig nach seiner Zeit als Kaplan die Tätigkeit als Krankenhausseelsorger auf. Nach seinen Stationen in Oberhausen und Bochum hat ihn seit Weg nun in das St. Marien-Hospital nach Mülheim geführt.

Wenn Pfarrer Boenig nicht auf den Stationen unterwegs ist, trifft man ihn bei den regelmäßigen Gottesdiensten an, die in der neuen Krankenhauskapelle stattfinden. Neben Patienten würden vor allem zahlreiche Gäste von außerhalb teilnehmen, die die besondere Atmosphäre der Kapelle schätzen.