Internationale Studie zur Aortenaneurysmabehandlung - Gefäßchirurgie des Elisabeth-Krankenhauses ist dabei

Erstellt von Dorothee Renzel

23.07.2019 Herz und Gefäße

Die Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie des Elisabeth-Krankenhauses Essen nimmt an der internationalen ENCHANT Studie teil. Im Rahmen dieser Studie werden interventionelle Eingriffe beim Aortenaneurysma mit der sogenannten Chimney-Technik untersucht.

„Bei dieser Technik werden neben dem eigentlichen Aortenstent-Hauptkörper  zusätzliche Stentgrafts via Armschlagader in die Nieren eingebracht. So können auch Patienten behandelt werden, die früher nicht mit einem Stent therapiert werden konnten“, erklärt Prof. Dr. Johannes N. Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie, die das deutschlandweit als zweitgrößtes gefäßchirurgisches Zentrum gilt. Die Spezialisierung auf die endovaskuläre Aortenchirurgie erlaube es heute 90 Prozent der Patienten ohne Bauchschnitt zu versorgen. „In vielen Fällen können wir die Patienten nur mit Punktionen der Leistengefäße behandeln“, so Ahmed Soliman, Leitender Oberarzt der Klinik und Leiter der endovaskulären Aortenchirurgie.

Insgesamt nehmen Patienten aus elf Ländern an der Studie teil. Neben den Universitätskliniken Münster und Heidelberg trägt die Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie des Contilia- Herz- und Gefäßzentrums in Essen die höchste Zahl an Studienteilnehmern in Deutschland bei. Diesen Kliniken ist eine profunde Auseinandersetzung mit endovaskulären Techniken und einen hohen Therapiestandard, der Voraussetzung für die Teilnahme an der Studie ist, gemein. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Klinik als Studienzentrum ausgewählt wurde  und wir so Patienten, die wir früher mit einem großen Schnitt operieren mussten, mit dieser Technik so elegant versorgen können", so Prof. Dr. Johannes N. Hoffmann.