Schmerzfrei: Akutschmerzdienst versorgt Patienten nach der OP Akutschmerzdienst

Jeder, der sich einer Operation unterziehen muss, fürchtet sie: Die Schmerzen danach. Sie sind nicht nur äußerst belastend, sondern beeinflussen den Heilungsverlauf negativ oder führen im schlimmsten Fall sogar zu chronischem Schmerz. 

Petra Becker und ihre Kollegin Doris Bergmeier sind zuständig für den Akutschmerzdienst (ASD) am St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh. Die beiden erfahrenen Fachkrankenschwestern für Anästhesie und Intensivmedizin haben eine Zusatzausbildung zur Algesiologischen Fachassistenz (DGSS) absolviert und teilen sich den Akutschmerzdienst.

Der Akutschmerzdienst ist ein wichtiges Bindeglied in der interdisziplinären postoperativen Betreuung und arbeitet Hand in Hand mit den Anästhesisten - eine Voraussetzung für die lückenlose Organisation der Schmerztherapie. Diese setzt schon vor dem Eingriff ein. In der Prämedikationssprechstunde wird nach möglichen Begleiterkrankungen gefragt, die die postoperative Schmerztherapie beeinflussen können. Narkose und Schmerzmedikamente werden individuell abgestimmt. Die Entlassung aus dem Aufwachraum erfolgt erst, wenn der Patient schmerzfrei ist. Wann immer möglich, werden auch regionalanästhesiologische Verfahren eingesetzt. Alle Patienten, die vom Akutschmerzdienst besucht werden sollen, werden in der sogenannten Schmerzliste elektronisch erfasst. Neben Name, Station, durchgeführter OP mit Datum und dem Schmerztherapieverfahren werden auch relevante Besonderheiten, wie zum Beispiel Allergien notiert.

„Wir verstehen Schmerz als fünftes Vitalzeichen, wir dokumentieren daher das individuelle Schmerzempfinden und notieren den Bedarf an Schmerzmitteln in der Pflegedokumentation“

Doris Bergmeier

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