Darmkrebszentrum Contilia Essen

Was wir für Sie tun können

Endoskopische Diagnostik und Therapie

Die Klinik für Gastroenterologie deckt das gesamte endoskopische Spektrum ab. Viele frühe Tumoren und Vorstufen lassen sich hier vollständig entfernen. Ganz ohne Operation.

  • Koloskopie ambulant und stationär, mit Polypenabtragung
  • Endoskopische Mukosaresektion größerer flacher Adenome
  • Endoskopische Vollwandresektion auch bei kleinen malignen Befunden
  • Endosonografie des oberen und unteren Verdauungstraktes
  • Gastroskopie und Dünndarmdiagnostik, auch per Kapselendoskopie
  • ERCP und Cholangioskopie bei Gallenwegsbeteiligung
  • Abdomensonografie mit und ohne Kontrastmittel, ultraschallgesteuerte Biopsie
  • Stentimplantation bei stenosierenden Tumoren
  • Blutstillung bei akuter Blutung

Operative Therapie

Der überwiegende Teil der Darmkrebsoperationen wird in unserem Zentrum minimalinvasiv durchgeführt - über wenige kleine Zugänge statt über einen großen Bauchschnitt. Das bedeutet in der Regel weniger Schmerzen, eine schnellere Erholung und einen kürzeren Krankenhausaufenthalt. Entscheidend ist dabei nicht der Zugangsweg, sondern die onkologische Qualität des Präparats.

  • Laparoskopische komplette mesokolische Exzision (CME) mit vollständiger Entfernung des Lymphabstromgebietes beim Dickdarmkrebs
  • Totale mesorektale Exzision (TME) beim Mastdarmkrebs
  • Laparoskopische und offene Verfahren, Auswahl nach Befund und Vorerkrankungen
  • Laparoskopische mesokolische Exzision (CME) mit vollständiger Entfernung des Lymphastromgebiets des Tumors
  • Schließmuskelerhaltende Operationen wie die intersphinktäre Resektion, wenn onkologisch vertretbar
  • Transanale Verfahren bei ausgewählten Frühbefunden
  • Multiviszerale Eingriffe bei lokal fortgeschrittenen Tumoren
  • Lebermetastasenchirurgie in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Essen
  • Notfall- und Rezidivchirurgie inklusive Stomaanlage und Stomarückverlagerung

Medikamentöse Tumortherapie und Bestrahlung

Chemotherapie, Antikörpertherapie und Strahlentherapie planen wir gemeinsam mit unseren onkologischen und radioonkologischen Partnern. Beim Mastdarmkrebs wird häufig vor der Operation bestrahlt, um den Tumor zu verkleinern und das Rückfallrisiko zu senken. Die Behandlung findet wohnortnah statt. Die Abstimmung übernehmen wir.

Interdisziplinäre Tumorkonferenz

Jeder Patient und jede Patientin des Darmkrebszentrums Contilia Essen wird vor und nach der Therapie in der Tumorkonferenz vorgestellt.

Wer sitzt am Tisch? Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Hämatologie/Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie und — nach Bedarf — Palliativmedizin, Humangenetik und Psychoonkologie.
Was wird besprochen? Bildgebung, Befunde der Histologie und Ihre persönliche Situation: Vorerkrankungen, Belastbarkeit und das, was Ihnen wichtig ist. Daraus entsteht eine dokumentierte Therapieempfehlung.
Wann?Jeden Mittwoch um 14.30 Uhr.

Begleitende Angebote

Eine Krebsdiagnose betrifft nicht nur den Darm. Diese Leistungen sind Bestandteil Ihrer Behandlung und für Sie nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. 

  • Psychoonkologie
    Unterstützende Gespräche für Sie und Ihre Angehörigen bereits während des stationären Aufenthalts. Auf Wunsch vermitteln wir Ihnen auch für die Zeit danach gerne eine weiterführende Begleitung.
  • Ernährungsberatung
    Individuelle Unterstützung beim Kostaufbau nach der Operation, bei veränderter Verdauung und im Umgang mit ungewolltem Gewichtsverlust.
  • Stomatherapie
    Beratung schon vor der Operation, Markierung der Stomaposition, Versorgungstraining und Nachbetreuung durch ausgebildete Stomatherapeut:innen.
  • Sozialdienst
    Unterstützung bei der Beantragung einer Anschlussheilbehandlung, eines Schwerbehindertenausweises und bei der Organisation der häuslichen Versorgung. Beratung zu sozialrechtlichen Fragen.
  • Physiotherapie
    Frühmobilisation ab dem Operationstag, Atemtherapie und Beckenbodentraining nach Eingriffen am Mastdarm.
  • Palliativmedizin
    Symptomkontrolle und Begleitung, wenn Heilung nicht das Ziel sein kann — frühzeitig und parallel zur Tumortherapie.
  • Selbsthilfe
    Fester Kontakt zur Deutschen ILCO e.V.. Der Austausch mit Menschen, die dasselbe erlebt haben, stärkt emotional und hilft, mit den Folgen der Erkrankung besser umzugehen.

Nachsorge

Nach abgeschlossener Therapie erhalten Sie einen persönlichen Nachsorgeplan: wann welche Untersuchung ansteht, wer sie durchführt und worauf zu achten ist. Die meisten Kontrollen übernehmen Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt, die Koloskopien und die Vorstellung in unserer Sprechstunde koordinieren wir.

Vorgesehen sind in der Regel körperliche Untersuchung und CEA-Bestimmung in festen Abständen, Ultraschall oder Computertomografie des Bauchraums sowie Kontrollkoloskopien nach einem Jahr und anschließend in größeren Abständen. Der genaue Rhythmus richtet sich nach Tumorstadium und durchgeführter Therapie.

Studien

Auf eine passende Studie sprechen wir Sie an. Die Teilnahme ist immer freiwillig und ändert nichts an Ihrem Anspruch auf die Standardtherapie.
Aktuell beteiligt sich unser Darmkrebszentrum an der Colopredict plus 2.0 sowie weiteren Studien über unseren Kooperationspartner, das Westdeutsche Tumorzentrum des Universitätsklinkums Essen.

Früherkennung durch Vorsorge

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 55.000 Menschen an Darmkrebs. Fast alle diese Tumoren entstehen über Jahre hinweg aus zunächst gutartigen Polypen. Wer sie bei einer Darmspiegelung entfernen lässt, verhindert den Krebs, nicht nur seine Folgen. Kaum eine andere Krebsart lässt sich so wirksam vermeiden.

Koloskopie-Termine

  • Praxis für Gastroenterologie-Nord, Medizinisches Versorgungszentrum Essen-Nord-West
    Fon: +49 201 6400 710 80
  • Gastroenterologische Schwerpunktpraxis, Mülheim-Mitte
    Fon: +49 208 740 3887
  • Praxis am Grillo-Theater, Medizinisches Versorgungszentrum Essen-Mitte
    Fon: +49 201 827 200

Männer und Frauen ab 50 Jahren haben Anspruch auf eine Vorsorgekoloskopie als Kassenleistung, Wiederholung nach zehn Jahren bei unauffälligem Befund.
Alternativ steht Ihnen ab 50 Jahren ein jährlicher immunologischer Stuhltest (iFOBT) zur Verfügung, ab 55 alle zwei Jahre.
Bei erkrankten Verwandten ersten Grades beginnt die Vorsorge deutlich früher.

Eine Darmspiegelung sollten Sie unabhängig vom Alter vornehmen lassen

  • wenn Blut im Stuhl auftritt
  • sich Ihre Stuhlgewohnheiten ändern
  • Sie ungewollt Gewicht verlieren
  • in Ihrer Familie Darmkrebs vorgekommen ist

Wir unterstützen Sie gerne mit einem zeitnahen Koloskopietermin in unserem Haus oder in einem unserer Medizinischen Versorgungszentren.

Fon: +49 201 6400 6265

Foto oben: AdobeStock_312007869 Viszeral-CH Rasi