Essener Parkinson-Spezialist informiert zum Welt-Parkinson-Tag

Erstellt von Tanja Liebelt

05.04.2019 Neurologie

Der Welt-Parkinson-Tag am 11. April rückt eine Krankheit in den Mittelpunkt, die in Deutschland rund 400.000 Menschen betrifft, Tendenz steigend. Doch viele Patienten mit einer Parkinson-Erkrankung sind unterversorgt, so die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) anlässlich der Pressekonferenz zum Welt-Parkinson-Tag.

„Viele Parkin­son-Erkrankte in Seniorenheimen sehen zu selten oder nie einen Neurologen“, bemängelte Prof. Dr. Dirk Woitalla, DPG-Vorstandsmitglied und Chefarzt der Klinik für Neurologie am St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh mit Schwerpunkt Parkinson. Obwohl ihre Krankheit diagnostiziert sei, erhielten 22 Prozent dieser Patienten keine Medikamente. „Wir brauchen eng verzahnte, regionale Versorgungsstrukturen zwi­schen Haus- und Fachärzten, stationären Pflegeheimen und Spezialkliniken, um solche Versorgungslücken zu schließen.“

Der Parkinson-Spezialist möchte den Welt-Parkinson-Tag nutzen, um ein stärkeres Bewusstsein und Verständnis in der Bevölkerung für die Parkinson-Krankheit zu schaffen. „Wir wollen so dazu beitragen, dass wir den Betroffenen mit früheren Diagnosestellung und besseren Therapiemöglichkeiten helfen können.“ Neben der Grundversorgung sei die immer wieder notwendige Therapiean­passung der Patienten in spezialisierten Kliniken unabdingbar, so Woitalla.

Patienten-Hotline am 11. April
Dirk Woitalla und weitere Experten aus dem gesamten Bundesgebiet sind am 11. April per Telefonhotline von 10 bis 14 Uhr für Betroffene über die kostenfreie Telefonhotline 08005332211 erreichbar.
 

Klinik für Neurologie