Feuer und Flamme für die Pflege

Erstellt von Dorothee Renzel

28.05.2020 Contilia, Karriere, Pflege und Betreuung

In diesem Jahr startet die neue generalisierte Ausbildung der Pflegekräfte. Hier hat sich einiges getan: Statt der Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpfleger/in“ gibt es jetzt die „Pflegefachmänner und –frauen.“ Wo vorher noch auf verschiedene Bereiche wie Pädiatrie oder Altenpflege spezialisiert wurde, setzt man nun auf eine Ausbildung, die möglichst viele Bereiche der Pflege abdeckt. Ab dem 4. Juni begrüßt das Elisabeth Krankenhaus Essen den ersten Jahrgang der neuen Auszubildenden.

Pflege ist nicht nur Körper - sondern auch Seele, Geist und Nächstenliebe

Umso größer ist die Freude, dass seit kurzem ein Urgestein des Elisabeth Krankenhauses Essen als eine von fünf Ausbildungsbeauftragten die Pflegedienstleitung unterstützt: Manuela Rose ist bereits seit 1996 in Essens ersten Krankenhaus tätig. Gelernt hat sie damals den Beruf der Kinderkrankenschwester – und wohnte während dieser Zeit im Schwesternwohnheim am Klara-Kopp-Weg 3. Auch nach der Ausbildung blieb sie dem Elisabeth Krankenhaus treu. Warum? „Ich habe mich hier von Anfang an wohl gefühlt. Und auch in der Pflege ist mir als Katholikin der Glaube wichtig. Man hat mit Menschen, Leben und Sterben zu tun – der ethische Teil  dieses Berufs hat einen großen Stellenwert für mich. Und auch ein kleiner Schicksalswink innerhalb der Familie hat mich bewogen, nach der Ausbildung hier zu bleiben“, sagt die gebürtige Kölnerin mit einem Augenzwinkern.

„Denn schließlich pflegen die ja auch später mal mich und uns alle!“

Wenn Manuela Rose über Ihren Beruf spricht, spürt man neben der jahrelangen Profession auch die Leidenschaft. Sie ist, wie sie selbst sagt, für die Pflege „Feuer und Flamme“. Und das möchte Sie auch an künftige Generationen weitergeben: „Denn schließlich pflegen die ja auch später mal mich und uns alle!“ Bereits kurz nach der Ausbildung wurde sie daher Praxisanleiterin und hat so schon viele Jahre lang zur beruflichen und persönlichen Entwicklung junger Menschen beigetragen. Nun freut Sie sich auf ihre zukünftigen Aufgaben als Ausbildungsbeauftragte im Elisabeth Krankenhaus Essen.

Doch welche Eigenschaften sollte so ein Pflege-Azubi überhaupt mitbringen? „Das Rezept beinhaltet hier die Zutaten Empathie, Offenheit für Erfahrungen, die man auch so gar nicht eingeplant hat und vor allem Ehrlichkeit. Man sollte sich ruhig an uns wenden, wenn eine Situation unangenehm ist. Die Ausbildung lebt von Kommunikation – insbesondere durch die neue Struktur. Auszubildende sollten den Austausch mit uns und Kolleginnen und Kollegen nutzen. Aber sich auch unbedingt selbst einbringen! Genau dazu ist die neue Ausbildung auch da: Man kann sich jeden der vielfältigen Pflegebereiche genau anschauen und sich eben dort vertiefen, wo man ein besonderes Interesse entwickelt hat.“

Bei Manuela Rose sind die neuen Auszubildenden also in den besten Händen. Sie freut sich schon sehr darauf, diese am 4. Juni im Elisabeth Krankenhaus zu begrüßen und jeden individuell bei der Entfaltung seiner Interessen zu unterstützen.