Fachgebiet Gefäße Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie des Contilia Herz- und Gefäßzentrums Elisabeth-Krankenhaus Essen

Das Spektrum der Klinik umfasst arterielle Eingriffe in allen Körperregionen – ausgenommen Herz und Gehirn. Je nach Erkrankung erfolgt die Therapie als interventioneller Eingriff, zum Beispiel bei Gefäßaufdehnungen mittels Stent, oder als offene Operationen, wie bei der Thormbendarteriektomie oder, um einen Gefäßbypass zu legen. Die Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie verfügt auch über die räumlichen und personellen Möglichkeiten für sogenannte Hybridoperationen, also kombinierte interventionelle und offene Eingriffe.

Kerngebiet der Klinik ist die Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Rund die Hälfte der insgesamt 2000 Operationen jährlich entfallen auf die Therapie der PAVK. Im Mittelpunkt steht dabei die arterielle Rekonstruktion.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die endovaskuläre Aneurysmachirurgie. Diese wird spezialisiert im Aortenzentrum Essen Ruhr in hoher Anzahl und exzellenter Qualität angeboten: Bei über 90 Prozent der Patienten kann die Therapie endovaskulär, also sehr schonend durchgeführt werden. Das Fachwissen der 15 Ärztinnen und Ärzte wird dabei durch modernsten Techniken ergänzt, zum Beispiel durch die sogenannten fenestrierte und gebranchte Prothesen (Seitenastprothesen) oder die Chimneytechnik. Neben der Behandlung von Bauchschlagaderaneurysmen werden auch thorako-abdominelle Aneurysmen sowie thorakale Aneurysmen inklusive Aortenbogen versorgt.

Ebenfalls im Fokus stehen Eingriffe an den Halsschlagadern zur Therapie und zur Prophylaxe von Schlaganfallleiden, die in hoher Fallzahl durchgeführt werden. Hierbei kommen die qualitätssichernden Maßnahmen Angiographie, intraoperative Ultraschallflussmessung und intraoperative Duplex/Dopplersonographie zum Einsatz. Die hohen Qualitätsstandards sorgten dafür, dass in den vergangenen Jahren die Schlaganfallrate bei den prophylaktischen Eingriffen bei 0 Prozent lag, was einer exzellenten Leistung entspricht. Auch bei den symptomatischen Patienten lag die Quote der Schlaganfälle bei lediglich ein bis zwei Prozent.

Das gesamt Team der Klinik ist nicht nur hochqualifiziert, sondern auch hochmotiviert, Patienten können darum auf eine exzellente medizinische Versorgung bei gleichzeitig hoher persönlicher Anteilnahme vertrauen. Hochspezialisierte Schwestern und Pfleger sorgen zudem für eine optimale Nachbehandlung nach einer Operation.

"In der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie steht den uns anvertrauten Patienten ein Team zur Verfügung, das alle Gefäßerkrankungen, ob lebensbedrohlich oder lebensqualitätseinschränkend behandeln kann. Sprichwörtlich ist der gute Umgang untereinander und der stete Blick auf den Menschen in seiner Einzigartigkeit und Individualität."

Prof. Dr. Johannes Hoffman, Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie, Elisabeth-Krankenhaus Essen