Hernienzentrum

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FAQs

Eine systematische Nachsorgeempfehlung besteht bei einem normalen Verlauf nicht. Bei postoperativen Beschwerden, nach Wiederkehr-Operationen oder bei Patient:innen mit größeren Netzimplantaten kommt es typischerweise zur Nachuntersuchung. Diese muss aber nicht regelmäßig stattfinden.

Für das Tragen einer Bauchbinde gibt es keine systematische Empfehlung. Normalerweise werden Bauchbandagen nach komplexeren Eingriffen oder Wiederkehr-Operationen an der Bauchwand verordnet. Das Tragen der Bandage unterstützt dabei vor allem das subjektive Empfinden während der Wundheilung.

Wenn das Tragen einer Bauchbinde nach einer Hernien-Operation verordnet ist, sollte es sich auf die ersten rund vier Wochen beschränken. Darüber hinaus sollte die Bauchbinde auch nur tagsüber getragen werden.

Das ist individuell sehr unterschiedlich. Nach Operationen einer Nabel- oder Leistenhernie bleibt es in den ersten Tagen lediglich bei einem „Muskelkater“. Nach komplexeren Bauchwand-Wiederherstellungen können auch über ein bis zwei Wochen Schmerzmittel notwendig sein.

Die althergebrachten Vorgaben „nicht schwer Heben und Tragen“ gelten sicherlich in dieser Form heute nicht mehr. Zumal der Begriff „schwer“ ohnehin individuell zu definieren wäre. In der Regel bestimmt das individuelle Schmerzempfinden die Belastung. Das heißt, die Belastung wird entlang einer subjektiven Schmerzgrenze freigegeben. Die Operationswunden, ob klein oder größer, sollten in den ersten Wochen sauber und trocken gehalten werden. Im Wundbereich sollten auch direkte Belastungen vermieden werden.

Dies wird individuell mit jedem Patienten besprochen. Nach Operationen von Nabel- oder Leistenhernien entstehen kaum längere Arbeitsunfähigkeiten als eine Woche. Nach komplexeren Bauchwandrekonstruktionen können sicher auch längere Arbeitsunfähigkeiten auftreten. Aber auch das ist natürlich abhängig vom Beruf.

Eher nein.

Typischerweise durch Vorwölbung der Bauchwand. In anderen Fällen aber erst durch die Diagnostik aufgrund von angegebenem Druckgefühl oder tatsächlichen Schmerzen.

Axiale Hernien sind zumeist ein endoskopischer Befund bei einer Magenspiegelung. Hier wird eine überdurchschnittliche Beweglichkeit des Übergangs der Speiseröhre in den Magen beschrieben. Ursache ist eine leichte Erweiterung oder muskuläre Instabilität des Zwerchfelldurchtritts für die Speiseröhre. Begünstigende Faktoren sind Alterung, Übergewicht und eine erworbene Bindegewebsschwäche. Die meisten reinen axialen Hernien sind übrigens asymptomatisch und bedürfen keiner Therapie – insbesondere keiner chirurgischen Therapie.

Grundsätzlich bergen alle Hernien – gleich ob Äußere oder Innere – zwei Risiken:

  • Sie werden größer und sind in bestimmten Ausmaßen dann unter Umständen schwieriger zu behandeln.
  • Hernien können zu Einklemmungen und Verdrehung von Organen führen. Das kann  die Durchblutung der betroffenen Organe so weit vermindern, dass es auch lebensgefährlich werden kann.

Für die allermeisten Hernien gilt – ist sie diagnostiziert, gehört sie im Allgemeinen auch operiert. Natürlich gibt es individuelle Situationen, in denen auch abgewartet werden kann oder muss. Definitiv sofort operiert werden muss, wenn es sich um eingeklemmte Hernien handelt.

Damit ist in der Regel eine axiale Hernie gemeint.

Ja, insbesondere sehr kleine, beginnende und sehr große Hernien. Dabei verursachen sie bei Frauen meist größere Schmerzen als bei Männern. Aber es kann auch vorkommen, dass eine sehr große Hernie keine Schmerzen verursacht.

Kleine epigastrische Hernien, das heisst, oberhalb des Nabels gelegene Hernien, können über kleine Inzisionen durch Naht versorgt werden. Größere werden heute je nach Beschaffenheit der vorderen Bauchwand auch endoskopisch assistiert mit Netzimplantaten vom Nabel aus versorgt.

Ihre Experten für Bauchwand- und Leistenbrüche in Essen

Im Contilia Hernienzentrum behandeln spezialisierte Ärzte alle Formen der Bauchwandbrüche. Für die Diagnostik stehen etablierten Verfahren wie hochauflösender Ultraschall oder Computertomografie (CT) zur Verfügung. Bei notwendigen Eingriffen kommen alle modernen Operationsverfahren zur Anwendung, sowohl konventionell als auch laparoskopisch. Dabei kann prinzipiell zwischen Hernienreparationen mit und ohne Kunststoffimplantaten unterschieden werden.

Im Contilia Hernienzentrum wird aus der Vielzahl der Möglichkeiten das individuell am besten geeignete Operationsverfahren ausgewählt. Alle Verfahren sollen zu einer schnellen und schmerzarmen Wiederherstellung der körperlichen Belastbarkeit führen. Welche der genannten Methoden angewendet werden, entscheiden wir individuell mit jedem Patienten zusammen in einem persönlichen Gespräch. Da Hernien sich bei Erwachsenen nicht von allein zurückbilden, ist oft eine Operation erforderlich. Hernienoperationen können im Prinzip bei allen Patienten ambulant durchgeführt werden - vorausgesetzt, der Patient ist ansonsten gesund und wird nach dem Eingriff zu Hause gut versorgt. Wenn die Hernie keinerlei Beschwerden verursacht oder ein Patient schon sehr alt bzw. schwer erkrankt ist, ist der Verzicht auf einen Eingriff aber mitunter die bessere Option. Allerdings sind regelmäßige Kontrollen dann unumgänglich.

Hernien: Ursachen & Symptome

Hernien entstehen, wenn die Bauchwand Schwachstellen aufweist und „bricht“: Bauchorgane treten nach außen und wölben sich sackartig vor. Typische äußere Hernien sind Leistenbruch, Schenkelbruch, Nabelbruch oder Narbenbruch. Eine typische innere Hernie ist der Zwerchfellbruch. Die Ursachen sind vielfältig. Brüche entstehen vor allem bei erschlafftem, instabilem oder vorgeschädigtem Gewebe. Die bekannteste Hernien-Art ist sicher der Leistenbruch bei Männern, der relativ häufig auftritt. Frauen dagegen sind nicht selten von Schenkelhernien betroffen.

Hernien-Arten

Leistenbruch

Der Leistenbruch ist unter allen Bauchwandbrüchen am häufigsten verbreitet. Im Jahr erkranken 200 / 100.000 Einwohnern neu an einem Leistenbruch. In Deutschland werden im Jahr etwa 200.000 Leistenbruchoperationen durchgeführt, weltweit schätzt man 20 Millionen Eingriffe. Das Verhältnis Männer : Frauen beträgt übrigens 9 : 1.

Nabelbruch

Angeboren oder erworben kommt der Nabelbruch relativ häufig vor. Im Kleinkindesalter kann er sich spontan schließen, beim Erwachsenen muss operiert werden.

Narbenbruch

Narbenbrüche entstehen nach einer Voroperation. Ursache können der unzureichende Verschluss der Bauchdecke oder eine Infektion der Wunde bei der Erstoperation, deutliches Übergewicht und Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus sein.

Zwerchfellbruch

Durch einen Zwerchfellbruch können unterschiedlich große Anteile des Magens oder Bauchinhalts in den Brustraum übertreten. Ein Zwerchfellbruch muss in der Regel nur bei Beschwerden operiert werden. Hauptsymptom eines Zwerchfellbruchs ist Sodbrennen mit einer chronischen Entzündung der Speiseröhre. Bei älteren Menschen, Übergewicht und Schwangerschaft steigt das Risiko. Frauen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Schenkelbruch

Eine Schenkelhernie ist in den meisten Fällen erworben und nur selten angeboren. Wie die anderen erworbenen Hernien kann sie entstehen, wenn der Druck im Bauchraum so erhöht ist, dass Organteile durch Lücken hervortreten und nach außen fallen können. Bindegewebsschwäche, ein erhöhtes Lebensalter, Übergewicht oder eine Schwangerschaft können die Entstehung begünstigen. Daher tritt diese Form der Hernie insbesondere bei Frauen auf. Da sich eine Schenkelhernie nicht selbständig zurückbildet muss spätestens beim Auftreten starke Schmerzen eine OP in Betracht gezogen werden.

Unsere Hernien-Spezialisten in Ihrer Nähe

Unsere erfahrenen Ärzte stehen Ihnen zu den genannten Sprechstundenzeiten zur Verfügung. Vereinbaren Sie einen Termin in Ihrer gewünschten Einrichtung.

St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh

Hernienzentrum Essen

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Dienstag und Donnerstag: 14:00 - 16:30 Uhr
Freitag: 10:00 - 11:00 Uhr

Fon: 0201 455 1301
Fax: 0201 455 2955

E-Mail: d.foerster@contilia.de
E-Mail: v.punessen(at)contilia.de

 

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Dr. med.
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Chefarzt

St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Heidbergweg 22-24, 45257 Essen
Fon: +49 201 455 1301
Fax: +49 201 455 2955

Elisabeth-Krankenhaus Essen

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie

Herniensprechstunde:

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Elisabeth-Krankenhaus Essen
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Philippusstift

Klinik für Allgemeine und Spezielle Viszeralchirurgie, Koloproktologie und MIC-Zentrum

Herniensprechstunde:

Dienstag und Donnerstag: 14:00 - 16:30 Uhr
Freitag: 10:00 - 11:00 Uhr

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Dr. med.
Franz-Josef Schumacher

Chefarzt

Philippusstift
Klinik für Allgemeine und Spezielle Viszeralchirurgie, Koloproktologie
Hülsmannstraße 17, 45355 Essen
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St. Marien-Hospital Mülheim an der Ruhr

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

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Prof. Dr. med.
Maren Schulze

Chefärztin

St. Marien-Hospital Mülheim an der Ruhr
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
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Fax: +49 208 305 2100