Herzklappenzentrum

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Contilia Herzklappenzentrum – Ihre Experten in Essen und Mülheim für strukturelle Herzerkrankungen

FAQs

Herzklappen können verengt (Klappenstenose) oder undicht (Klappeninsuffizienz) sein. Die dauerhafte Therapie einer verengten oder undichten Herzklappe ist der Herzklappenersatz oder die Rekonstruktion der Herzklappe. Eine medikamentöse Therapie kann zwar zur Symptomverbesserung führen, hat jedoch keinen Einfluss auf die Prognose.

Bei einer verkalkten Herzklappe kommt es aufgrund der Verkalkung zu einer Verengung der Herzklappe. Symptome können eine Leistungsminderung, Luftnot bei Belastung, Schwindel oder auch eine plötzliche Bewusstlosigkeit sein. Nimmt die Verkalkung und damit auch die Verengung der Herzklappe zu, kann dies in einem fortgeschrittenen Stadium auch zu einem Herzversagen führen.

Heutzutage ist es möglich, eine Herzklappe durch ein interventionelles Verfahren über ein Katheter zu ersetzen oder zur rekonstruieren. Der Eingriff erfolgt über die Leiste und dauert in der Regel weniger als eine Stunde.

Unter einem Herzklappenfehler versteht man eine Fehlfunktion der Herzklappe, die zu einer Verengung oder einer Undichtigkeit der Herzklappe führt. Unbehandelt kann es in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zu einem Herzversagen kommen.

Bei der offenen operativen Versorgung der Herzklappe wird das Herz an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und der Brustkorb eröffnet. Allerdings kann je nach betroffener Herzklappe ein operativer Herzklappeneingriff heute auch vergleichsweise schonend durchgeführt werden ohne dass der Brustkorb geöffnet werden muss.

Nach einem kathetergestützen Herzklappeneingriff über die Leistenarterie werden die Patienten einen Tag auf einer Überwachungsstation überwacht. In der Regel erfolgt schon am nächsten Tag die Verlegung auf die Normalstation. Eine Entlassung nach Hause kann  etwa 3 bis 5 Tage nach dem Eingriff erfolgen. Auf Wunsch des Patienten kann eine ambulante oder stationäre Rehabilitation beantragt werden.

Ist die Funktion der Herzklappe stark eingeschränkt, d.h. die Herzklappe ist hochgradig verengt oder undicht, muss die Herzklappe ersetzt werden. Dafür stehen verschiedene operative oder minimal-invasive kathetergestütze Verfahren zur Verfügung. Welches Verfahren zur Anwendung kommt, wird im Herzteam unter Berücksichtigung aller Befunde und der Vorerkrankungen des Patienten entschieden.

Nach einem komplikationslosen, kathetergestützen Eingriff sind in der Regel nur noch wenige Tage im Krankenhaus erforderlich. Oftmals kann die Entlassung schon nach drei Tagen erfolgen. In dieser Zeit wird der Patient überwacht und mittels Herzultraschall die Funktion der neuen Herzklappe geprüft.

Mit einer neuen Herzklappe kann man ein ganz normales Leben führen. Man unterscheidet mechanische und biologische Herzklappen. Die mechanischen Herzklappen erfordern eine lebenslange Blutverdünnung (Antikoagulation), zeichnen sich jedoch durch eine dauerhafte Haltbarkeit aus. Die biologischen Herzklappen werden aus Schweine- oder Rindergewebe gefertigt und sind den natürlichen Herzklappen sehr ähnlich. Eine Antikoagulation ist, sofern keine andere Indikation besteht, nicht notwendig. Da es sich um biologisches Material handelt, kann es im Laufe der Jahre zu Verschleißerscheinungen kommen. Die Haltbarkeit kann aber bis zu 15 Jahren betragen.

Herzklappenoperationen können heutzutage dank verbesserter Operationstechnik und langjähriger Erfahrung sehr sicher durchgeführt werden. Dennoch kann es wie bei jedem chirurgischen Eingriff zu unerwünschten Ereignissen kommen. Mögliche Komplikationen sind Infektionen, eine Nierenschädigung oder Blutungen. Durch eine engmaschige Überwachung der Patienten können Komplikationen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Bei einem kathetergestützen Herzklappenersatz über die Leistenarterie wird der Patient zunächst sediert. Eine Vollnarkose mit künstlicher Beatmung ist dafür nicht notwendig. Die neue Herzklappe wird dann über ein spezielles Kathetersystem bis zum Herzen vorgeschoben und in der eigenen Herzklappe freigesetzt (Klappe-in-Klappe). Diese ist dann sofort funktionstüchtig, das Ergebnis kann unmittelbar beurteilt werden. In einigen Fällen wird zuvor die alte, verkalkte Herzklappe in gleicher Sitzung mit einem Ballon geweitet.

Wenn ein Herzklappenersatz über die Leistenarterie nicht möglich ist, z.B. bei stark verengten und verkalkten Beingefäßen, kann der Klappenersatz auch über einen kleinen Schnitt an der seitlichen Brustwand erfolgen. Dieser Eingriff erfolgt in Vollnarkose und am schlagenden Herzen. Nach Freilegung der Herzspitze wird diese mit einer kleinen Schleuse kanüliert und die neue Herzklappe darüber vorgebracht und eingesetzt. Anschließend wird die Schleuse entfernt und das kleine Loch in der Herzspitze zugenäht.

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