Einfach gemacht - 175 Jahre für die Menschen

Erstellt von Dorothee Renzel

19.11.2018 Altersmedizin, Anästhesie und Schmerztherapie, Bewegungsapparat, Contilia, Diabetes, Frauengesundheit, Geburt, Herz und Gefäße, Karriere, Kinder- und Jugendmedizin, Labor, Neurologie, Niere, Pflege und Betreuung, Plastische Chirurgie, Psyche und Sucht, Seelsorge, Therapie und Reha, Viszeralmedizin

Die festlichen Jubiläums- Fahnen wehen vor dem Haupteingang des Krankenhauses und an der Moltkestraße, unweit der Kirche am Elisabeth-Krankenhaus Essen: 175 Jahre Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Schwestern von der heiligen Elisabeth zu Essen, 175 Jahre Elisabeth-Krankenhaus Essen und 150 Jahre Haus Berge! Große Freude am und im Elisabeth-Krankenhaus Essen.

Zum Auftakt der „Festwoche“ haben die Ordensschwestern für Montag, 19. November, dem Patronatsfest der Heiligen Elisabeth, zu einem feierlichen Gottesdienst mit Weihbischof Ludger Schepers und zu einem anschließenden kleinen Festakt in die Kirche des Krankenhauses eingeladen. Zu Gast an diesem besonderen Tag sind Vertreter des Bistums Essen, der Stadt Essen, des Trägers - der Contilia Gruppe - sowie des Elisabeth-Krankenhauses Essens.

Heute gehört das Elisabeth-Krankenhaus Essen zur Contilia Gruppe. Jede Zeit habe seine besonderen Herausforderungen zu bewältigen, so Prof. Helmut Schulte, Aufsichtsratsvorsitzender der Contilia Gruppe. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens müssten heute bei steigenden Anforderungen und mit beschränkten finanziellen und personellen Möglichkeiten die geforderte Leistung erbringen, das sei nicht einfach. Ziel sei es, dass sich das Elisabeth-Krankenhaus Essen, als eine Einrichtung der Contilia Gruppe, in Zukunft auch diesen neuen Herausforderungen erfolgreich stelle. „Das Elisabeth-Krankenhaus Essen und die ganze Contilia Gruppe werden auf die aktuellen Fragen im Gesundheitswesen immer die richtigen, auch innovativen Antworten finden", ist Prof. Helmut Schulte überzeugt.

 

Auftakt der Festwoche

Auf Anfrage der Stadt und der Kirche, des Bürgermeisters und des Pfarrers, gründeten die Beginen – fromme, tatkräftige und vermögende Frauen -  in Essen 1841 eine Stiftung zur Errichtung einer Krankenanstalt. „Alles nahm 1843 seinen Anfang im leer stehenden Kapuzinerkloster an der Lindenallee in Essen“, so Schwester Diethilde, Generaladministratorin der Ordensgemeinschaft, im Rahmen des Festaktes. „Die Elisabeth-Schwestern haben Ihre ganze Kraft in die Betreuung der Kranken gegeben. Sie haben hier mit den Kranken unter einem Dach gelebt, um immer für sie da sein zu können.“ Heute sei dies nicht mehr möglich. Den Dienst der Schwestern -  in all den Jahren insgesamt 1253 Frauen - sowie deren Verantwortung haben in der Zwischenzeit andere übernommen. „Viele gute, kompetente und zugewandte Menschen führen diesen Dienst heute aus, sie tragen den Geist der barmherzigen Liebe weiter“, freut sich Schwester Diethilde und betont: „Dafür sind die Schwestern Ihnen allen sehr dankbar.“

Peter Berlin, Geschäftsführer des Elisabeth-Krankenhauses Essen, weiß um die von der Ordensschwestern übernommene Aufgabe und dankt für das entgegengebrachte Vertrauen. Er ist überzeugt, dass das Leitwort der Heiligen Elisabeth „Wir müssen die Menschen froh machen“, auch heute noch Ansporn für die tägliche Arbeit mit den Menschen, mit den Patienten und Angehörigen, sei. Es seien die Menschen, die Tag für Tag motivieren. „Denn in einer Zeit, in der die Entwicklungen immer rasanter vorangetrieben werden, in der die Digitalisierung und Optimierung von Prozessen notwendig sind, um auf dem Markt mithalten zu können, spielt das jeweilige ‚Kow-how‘ selbstverständlich eine herausragende Rolle, aber das ‚Know-why‘ hat einen ebenso wichtigen – wenn nicht sogar wichtigeren – Stellenwert.“

 

Freude, Dank und Zuversicht  

Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, überbringt an diesem Festtag persönlich die Glückwünsche der Stadt an die Schwestern sowie an das „erste Krankenhaus der Stadt“. „Die Stadt Essen ist sehr, sehr stolz auf das, was von Ihnen seit 175 Jahren hier für die Menschen geleistet wird. Ihr Werk, ihr Handeln wirkt bis heute nach“, so Kufen zu den Ordensfrauen. Die Schwestern seien mit der Stadt gewachsen, sie seien nicht weggelaufen, sondern haben sich der Aufgabe, der Herausforderung, gestellt. „Ihre damalige Pionierleistung hat in der Geschichte unserer Stadt tiefe Spuren hinterlassen. Sie haben einfach gemacht.“

 

Start in die Festwoche

Der Festtag der Heiligen Elisabeth war der Auftakt zur „Festwoche“. Das Krankenhaus lädt in den nächsten Tagen gleich zu zwei Veranstaltungen ein: am Mittwoch, 21. November, 15 bis 18 Uhr, „Aktionen und Vorträge für die Gesundheit von Frau und Kind“  sowie am Samstag, 24. November, 10 bis 16 Uhr „Tag der offenen Tür mit Aktionen und Vorträgen“.