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Erfolgreich! 19 von 19 Schülerinnen und Schüler bestehen Pflegeexamen

Erstellt von Katharina Landorff

17.09.2020 Contilia, Karriere

Das KKE gratuliert den diesjährigen Absolventinnen der Gesundheits- und Krankenpflege

Saliem Arbed ist einer von 19 neuen Gesichtern der Pflege. Er hat sein Examen in der Tasche. Vor seiner Ausbildung hatte der 30-jährige Gesundheits- und Sozialmanagement in Essen studiert. Das war viel Theorie, aber ihm fehlte der Praxisbezug. Deswegen wechselte er ins Krankenhaus. Nach drei Jahren Blockunterricht und Stationsalltag ist er sicher: „Die Ausbildung hat viel gebracht, was das Wissen angeht, aber auch, was den Umgang mit den Patienten angeht.“ Mit den Themen Tod und schwere Krankheit hat er gelernt, umzugehen. Während der Pandemie hat er fünf Monate auf der Intensivstation gearbeitet. Da war jeder Tag ein Lernprozeß für den Umgang mit den Patienten, aber auch für das Team. „Ich weiß jetzt, dass es der richtige Beruf für mich ist und dass ich weitermachen will. Ich möchte mich auf jeden Fall weiterentwickeln“, erklärt er motiviert. Ab 1. Oktober wird er im Philippusstift im Team auf einer geschützten psychiatrischen Station in den Beruf starten. Auch dort möchte er gefordert werden und sieht die Arbeit als große Chance für seine Entwicklung an.  

 „2020 war alles anders“. Aber letztlich hieß es: „Wir haben es geschafft!“. Mit Eifer und Durchhaltevermögen haben die 10 Frauen und 9 Männer am Katholischen Klinikum Essen (KKE) jetzt das Examen zur/zum Gesundheits- und Krankenpfleger (-in) bestanden, auch unter schwierigen Corona-Bedingungen.

„Wir sind stolz auf unsere Ex-Auszubildenden, dass sie den Online-Unterricht in Corona-Zeiten gemeistert haben und während der Pandemie auf den Stationen oder in anderen Einsatzbereichen sich als starke Kräfte im Team bewiesen haben“, betont Anke Most als KKE-Pflegedirektorin. „Sie konnten hautnah erleben, welche unverzichtbare, herausragende Rolle die Pflege für die Gesellschaft spielt. Ich glaube, dass hat noch eine Extra-Portion Motivation gegeben und die Sinnhaftigkeit ihres beruflichen Tuns herausgestellt. Auch wenn es eine große Aufgabe war“, so Most.

In den drei Jahren Theorie und Praxis stand dem Nachwuchs ein dreiköpfiges Ausbildungsteam zur Seite: Alexandra Bestobka, Sandra Hügen und Norbert Schenk. Das Trio begleitete die Azubis auf den Stationen und steuerte die gesamte Ausbildung. Einsatzorte waren das Marienhospital Altenessen, Philippusstift, St. Vincenz Krankenhaus und auch das Geriatrie-Zentrum Haus Berge.

 „Wir sind sehr froh, dass wir unseren eigenen Nachwuchs ausbilden können. Im Herbst werden wir eine Schulstation im Philippusstift aufbauen, die unsere jetzigen Auszubildenden dann – flankiert durch Praxisanleiterinnen – eigenständig leiten werden. Dieser Ansatz ist sehr wirklichkeitsnah und wir haben die Möglichkeit, den Einzelnen noch besser zu fördern“, freut sich Pflegedirektorin. In diesem Jahr hat die neue generalisierte Ausbildung der Pflegekräfte begonnen. Statt der Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpfleger/in“ gibt es nun die „Pflegefachfrauen und -männer.“ Wo vorher noch auf verschiedene Bereiche wie Pädiatrie oder Altenpflege spezialisiert wurde, setzt man nun auf eine Ausbildung, die möglichst viele Bereiche der Pflege abdeckt.