Erstes standortübergreifendes Alterstraumazentrum DGU® zertifiziert

08.09.2016 Altersmedizin, Contilia

Mit steigender Lebenserwartung nehmen auch altersbedingte unfallchirurgische Verletzungen wie etwa Brüche bei Osteoporose zu. Gleichzeitig leiden ältere Patienten häufig an mehreren akuten oder chronischen Begleiterkrankungen. Das Risiko, dass diese Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können und verstärkt auf Pflege und Unterstützung angewiesen sind, steigt. Mit dem gemeinsamen Ziel, ältere unfallchirurgische Patienten entsprechend ihrer besonderen altersbedingten Bedürfnisse besser und sicherer zu versorgen, haben sich vier Krankenhausstandorte der Region zum Alterstraumazentrum zusammengeschlossen: Das Alfried Krupp Krankenhaus mit den unfallchirurgischen Kliniken in Rüttenscheid und Steele sowie das Bochumer Marien-Hospital Wattenscheid und das Hattingen St. Elisabeth-Krankenhaus Niederwenigern mit ihren Geriatrien. Als erstes standortübergreifendes Zentrum ist das „Alterstraumazentrum am Alfried Krupp Krankenhaus“ nun von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie DGU zertifiziert worden. Dank der intensiven Zusammenarbeit von Unfallchirurgie und Geriatrie gelingt es, die betagten Patienten in Vorbereitung auf eine Operation, in der postoperativen und frührehabilitativen Phase bestmöglich zu betreuen. Potenziellen Gefahren wie etwa dem postoperativen Delir, das bei älteren Menschen verstärkt auftritt, wird so entgegen gesteuert, körperlichen und geistigen Einschränkungen wie Demenz oder Depression kann frühzeitig begegnet werden. Motivation der Partner im Alterstraumazentrum ist es, für ihre gemeinsamen Patienten die bestmögliche Lebensqualität und möglichst viel Selbstständigkeit nach dem Krankenhausaufenthalt zu erreichen.