Find your Risk!

Erstellt von Dorothee Renzel

05.09.2019 Diabetes, Herz und Gefäße

1. Essener Diabetes-Präventionstag mit verschiedene Vorträge, die das Diabetes-Risiko von den verschiedenen Seiten betrachteten. Darüber hinaus gab es Check-Ups und medizinische Tests.

Das persönliche Risiko kennen

„Mit dem 1. Essener Diabetes-Präventionstag haben wir uns gerade an Angehörige von Menschen mit Diabetes gerichtet. Wir wollten diese für ihr persönliches Risiko sensibilisieren“, so Dr. Anna Katharina Trocha, Chefärztin der Klinik für Diabetologie. Schon am Nachmittag waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Elisabeth-Krankenhauses Essen eingeladen einen Check-up zu machen und sich zu den Themen Ernährung und Bewegung zu informieren.
 

Die Dunkelziffer ist hoch

Die Klinik für Diabetologie des Elisabeth-Krankenhauses Essen hat diesen Präventions-Tag ins Leben gerufen, da Diabetes mellitus Typ 2 im Grunde genommen eine vermeidbare Erkrankung ist. Das Risiko an einem Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, beträgt ca. 50%, wenn ein Elternteil betroffen ist. Eine Lebensstilumstellung mit regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung kann das Auftreten der Erkrankung um bis zu 58% reduzieren.

 „In Deutschland gehen wir von  rund sechs Millionen Menschen mit Diabetes aus. Dabei ist die Dunkelziffer recht hoch, rund 1,5 Millionen Menschen wissen noch nichts von Ihrer Erkrankung“, so Dr. Ralph Achim Bierwirth, Chefarzt der Klinik für Diabetologie. Jeden Tag werden in Deutschland 1000 Neuerkrankungen festgestellt. Nur wer sein persönliches Risiko kenne, könne auch frühzeitig und präventiv etwas gegen den Diabetes tun. 
 

Bewegung und gesunde Ernährung – das A und O

Der 1. Essener Diabetes-Präventionstag hatte verschiedene Vorträge, die das Diabetes-Risiko von den verschiedenen Seiten betrachteten, auf dem Programm. Darüber hinaus gab es Check-Ups und medizinische Tests. Das Programm zeigte sich so abwechslungsreich, wie auch ein ausgewogener Lebensstil sein sollte. „Wir haben die Besucher nicht nur zum Risikocheck und zur Blutzuckermessung eingeladen, sondern haben dazu motiviert bei unseren Bewegungsangeboten mitzumachen, Entspannungsangebote auszuprobieren und auch unseren Ernährungsberaterinnen beim Kochen über die Schulter zu schauen“, so Trocha. Eine Regel wurde immer wieder besonders betont: eine halbe Stunde ordentliche Bewegung am Tag – z.B. ein zügiger Spaziergang – reduziert schon das Risiko an Diabetes zu erkranken. „Jetzt gilt es nur sich täglich aufs Neue zu motivieren“, betont die Ärztin. 

Der Tag sollte einen Einblick und Überblick geben, was man selbst in der Hand hat und wie man sein eigenes Risiko, an Diabetes zu erkranken reduzieren kann. „Wichtig ist es, das eigene Risiko zu kennen. Dann weiß ich an welchen Stellschrauben ich drehen muss, um das Risiko so gering wie möglich zu halten“, betont die Diabetologin.