„Hey, Pipi Langstrumpf“ – der lebenswichtige Rhythmus

Erstellt von Dorothee Renzel

12.11.2019 Contilia, Herz und Gefäße

Das Projekt „Junge Retter: Schüler helfen – Leben retten“ der Sozialinitiative 1000 Herzen für Essen des Contilia Herz- und Gefäßzentrums war jetzt zu Gast in der Gesamtschule Duisburg-Walsum. Auf dem Stundenplan der Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe stand an zwei Tagen: Prüfen – Rufen – Drücken.

Zwei Reanimation-Experten aus Essen, Dr. Ingo Voigt, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin im Elisabeth-Krankenhaus Essen, und Björn Bruckhoff, stellvertretender Leiter der Intermediate Care Station, machten den Jugendlichen mit verschiedenen Beispielen deutlich, wie wichtig es ist, im Notfall helfen zu können.

„Der plötzliche Herztod kann jeden treffen. Umso wichtiger ist es, dass man weiß, was zu tun ist, um einem Menschen in dieser lebensbedrohlichen Situation helfen zu können“, so Dr. Ingo Voigt. Einen nicht ganz alltäglichen Tipp hat Björn Bruckhoff für die Jugendlichen: „Immer wieder drücken und das ganze zur bekannten Melodie von ‚Hey, Pipi Langstrumpf‘. Dann reanimiert ihr im richtigen Rhythmus!“

Wiederbelebung ist wichtig und als Helfer aktiv zu werden, sollte selbstverständlich sein. Die beiden Essener Experten machten deutlich, dass man keine Angst zu haben brauche, etwas falsch zu machen. „Das einzig Falsche ist es, nicht zu helfen“, so Voigt und Bruckhoff. Mit der Aktion in der Schule wollen die „Jungen Retter“ vor allem für das Thema Reanimation sensibilisiert.

Unterstützt wurde die Aktion durch das DRK Duisburg. So wurde auch ein Rettungswagen bereitgestellt, der genau kennengelernt und bestaunt werden konnte. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie man z.B. ein EKG schreibt, wozu ein Spineboard gebraucht wird und welche medizinischen Geräte auf einem RTW zu finden sind.