Neurologie im Dialog - Bedeutung der Fatigue bei Parkinson wird unterschätzt

10.10.2018 Neurologie

Anläßlich der Jahrestagung der Deutschen Parkinson Vereinigung in Kassel, der größten Selbsthilfegruppe für Parkinson Erkrankte mit über 15.000 Mitgliedern, sprach Prof. Woitalla, Chefarzt der Neurologie am St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh, über die Bedeutung der Fatigue beim Parkinson Syndrom vor den Delegiertenvertretern.

„Die Bedeutung der Fatique, die nicht nur die Erschöpfung und Müdigkeit der Parkinson Patienten umfaßt, wird in Ihrer Bedeutung oft unterschätzt. Fast die Hälfte aller Parkinson Patienten leidet unter diesem Beschwerdebild. Neben dem Ausschluß organischer Ursachen bildet die richtige Auswahl der Medikation die Grundlage einer adäquaten Behandlung der Betroffenen. Neben der Fatigue müssen auch andere Störungen der Leistungsfähigkeit, wie Apathie, Depression oder kognitive Störungen in die Behandlung der Parkinson Patienten einbezogen werden. Deshalb bemühen wir uns bei der Behandlung unserer Patienten immer um einen ganzheitlichen Ansatz der Therapie“. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden die Aspekte der eingeschränkten Leistungsfähigkeit intensiv mit den Delegierten diskutiert.

Die Parkinson-Therapie ist einer der Schwerpunkte der Klinik für Neurologie am St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh. Die Behandlung erfolgt auf einer spezialisierten Station im Rahmen der sogenannten Komplexbehandlung, die verschiedene Therapiemodule wie etwa Physiotherapie, Sporttherapie, Logopädie und Ergotherapie umfasst. Die Klinik ist Teil des Kompetenznetzwerkes Parkinson,
zu dem sich spezialisierte Kliniken bundesweit zusammengeschlossen haben.

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