Senioren drehen Romeo und Julia

Erstellt von Katja Grün

24.05.2019 Altersmedizin, Contilia, Pflege und Betreuung

Nach dem Erfolg des ersten Filmes „Frau Schnipplers unglaubliche Reise zum Meer“ dreht die Contilia nun ihren zweiten Film „Das ist doch kein Leben in Mantua“. Die Adaption von Romeo und Julia erzählt natürlich von der Liebe – allerdings von der Liebe im Alter. Denn die Stars des Filmes sind die Bewohner der Contilia Seniorenstifte.

Gerade führte ein besonders schöner Drehblock die Hauptdarsteller nach Italien. In Verona, am berühmten Julia-Balkon, forderten Touristenmengen logistisches Geschick und viel Geduld.

Aber die Senioren mochten das große Interesse an ihrer Person durch die vielen Menschen aus allen Teilen der Welt durchaus ganz gerne. Die zukünftigen großen Berühmtheiten schon ahnend, baten viele um Selfies mit den Stars. Einige baten schlicht darum, sie nur einmal anfassen zu dürfen. Das war wirklich zauberhaft.

 

Am nächsten Tag reiste die Gruppe aus Darstellern, ihren Begleitern und natürlich der professionellen Filmcrew an den Gardasee. Bei herrlichem Sonnenschein schlug man die Zelte am Strand von Toscolano Maderno auf und die Senioren genossen die Dreharbeiten an dieser traumhaften Location.

Am Ende des Tages war alles im Kasten, alle waren glücklich, gerührt und schon fast wieder wehmütig, denn damit war dieser Drehblock schon vollendet.

Am Abend ließ man bei einem guten italienischen Wein noch einmal gemeinsam die Erlebnisse Revue passieren und alle waren sich einig: Wir haben so tolle Darsteller, die ihre Rollen leben und lieben.

Wir haben so viel Spaß am Rande des Drehs, wenn die bunte Truppe aus Senioren, Pflegern, Betreuern, Geschäftsführung und Filmcrew sich begegnet, gemeinsam arbeitet und anpackt, füreinander da ist und miteinander lacht.

Alle freuen sich jetzt auf den nächsten, letzten Drehblock im August, der zwar leider nicht in Italien stattfindet, aber zwei besondere Szenen vorhält, die schon beim Lesen des Drehbuchs viel Spaß machten.

Danach folgt die Arbeit der professionellen Filmemacher, es wird geschnitten, bearbeitet und vertont, bis das fertige Werk entsteht. Für die Contilianer wird es dann wieder spannend, wenn ihr Film Ende März 2020 im Kino Premiere feiert, wenn die Darsteller über den roten Teppich schreiten werden, umgeben von Blitzlichtgewitter. Und wenn sich dann der samtene Vorhang teilt werden sicher viele im Saal die Luft anhalten, in dem Wissen, sich gleich selber auf der Leinwand zu sehen.

Das Thema des Films ist die Liebe im Alter. Was macht das mit (jüngeren) Angehörigen, wie sind ihr Verständnis und ihre Toleranz dafür und wie ist es, wenn es um jemanden geht, der an Demenz erkrankt ist?

All das spiegelt Begebenheiten, die aus dem Alltag unserer Seniorenstifte gegriffen und damit bedeutsam für die Mitarbeiter, Bewohner und Angehörigen sind. Ein Thema, über das Contilia auf diese filmische Weise sprechen möchte.

Denn Liebe kennt kein Alter.