St. Vincenz Krankenhaus: Gelungene Premiere des 1. Patiententages „Gelenke“ – Gehör finden und Medizin verstehen

Erstellt von Katharina Landorff

06.03.2020 Bewegungsapparat, Contilia, Therapie und Reha

Wie sieht es in einem Knie mit Problemen aus? Wie wird eine neue Hüfte implantiert? Kann man es nachempfinden, wie sich eine Oberarmplatte anfühlt? Die Antwort ist: Ja! Der erste Patiententag „Gelenke“ am 4. März im St. Vincenz Krankenhaus bot Medizin zum Verstehen, Anfassen und Mitmachen. Die Premiere ist – trotz der allgemeinen Zurückhaltung, Veranstaltungen zu besuchen – gelungen: über 45 Menschen besuchten die Premiere.

Was war das Besondere? Die Besucher meinten übereinstimmend: das persönliche Gespräch mit den drei Chefärzten der Orthopädie und Chirurgie am Katholischen Klinikum Essen, Dr. Christoph Eicker, Dr. Peter Feldmann und Dr. Peter Kaivers sowie Oberärztin Dr. Hrefna Sara Müller. Diese hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, um sich umfassend zum Ersatz von Gelenken zu informieren. In drei Kurzvorträgen gaben die Gelenkexperten einen ersten Einblick: Dr. Peter Kaivers sprach zum „Hallus Valgus“, Dr. Peter Feldmann über die „Endoprothetik“ von Schulter, Hüfte und Knie sowie Dr. Christoph Eicker zum Thema „Wenn der Daumen schmerzt“. Aus eigener Erfahrung berichtete anschließend ein 78-Jähriger Patient, der erst sechs Tage zuvor eine künstliche Hüfte erhielt, über seine Erfahrungen vor und nach der Operation.  Er selbst zeigte sich als mutmachendes Beispiel: Denn er besuchte bereits ohne Gehhilfen die Veranstaltung. Die Besucher konnten ihm und den Chefärzten ihre persönlichen Fragen stellen.

Danach ging es mit einem 50-minütigen Aktionsprogramm weiter: In fünf Gruppen absolvierten die Gäste die unterschiedlichen Stationen im Wechsel. Im Aktionsraum 1 konnten sie am „Sawbone-Modell“ unter der Anleitung von Chefarzt Dr. Peter Kaivers selbst tätig werden, um eine Oberarmplatte mit den Werkzeugen des Operateuers einzusetzen. Wie geht eine Kniespiegelung? Mithilfe von Dr. Hrefna Sara Müller führten einige Gäste eine Spiegelung am realitätsgetreuen Modell durch. Die Besucher konnten die Rolle des Artzes bei der Spiegelung einnehmen und auf einem Bildschirm verfolgen, was man dabei sehen kann. Eine weitere Aktion: Unter Anleitung von Leiterin Michaela Blumenschein zeigte ihr Phsyiotherapeuten-Team den Gästen einfache Übungen für das Training Zuhause. Einige Besucher entschieden sich auch für eine Schnuppermassage.  Auf einem Geschicklichkeits-Parcour probierten die Patienten das Laufen mit Unterarmstützen aus.