Teddy krank? In die Klinik mit Vergnügen

Erstellt von Anja R. Steinhoff

12.06.2018 Kinder- und Jugendmedizin

Eine klare Sache: Wenn der Stoffbär oder die Lieblingspuppe krank sind, gehören sie ins Teddy-Krankenhaus. Was das Plüschtier dort genau erwartet, erlebten 1200 Essener Kindergarten- und Vorschulkinder mit ihrem Lieblingskuscheltier Anfang Juni in der Zeltstadt auf dem Gelände des Elisabeth-Krankenhauses Essen.

Auch in diesem Sommer fand wieder für drei Tage die „Sprechstunde“ für Teddys und ihre kleinen Besitzer statt – bereits zum siebten Mal und wie immer in Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg, dem Deutschen Roten Kreuzes und der Fachschaft Medizin der Universität Duisburg-Essen. Kinder im Kindergarten- oder Vorschulalter lernten hier die Untersuchungsvorgänge in einem Krankenhaus auf spielerische und kindgerechte Weise kennen. Wie in einem richtigen Krankenhaus gab es im Teddy-Krankenhaus eine Ambulanz, einen Untersuchungsraum, eine „Röntgenstation“, einen Operationssaal und sogar eine Teddy- Apotheke, in der die „Rezepte“ eingelöst wurden. Außerdem stand ein echter Rettungswagen bereit, um den Kids zu erklären, wie die Einsätze und die Geräte funktionieren.

Medizinstudenten, hier in der Funktion als „Experten für Stofftierheilkunde“, untersuchten im Beisein der Kinder jedes Kuscheltier und erklärten den kleinen Besuchern einzelne Untersuchungsschritte. Mit diesem Angebot sollen ihnen Unsicherheiten und Ängste vor einem möglichen Krankenhausaufenthalt genommen werden. „Viele Kinder haben großen Respekt vor Krankenhäusern und Ärzten. Wir möchten ihnen helfen, die Angst vor Weißkitteln abzulegen oder vielmehr sie gar nicht erst aufzubauen“, sagte Dr. Claudio Finetti, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Elisabeth-Krankenhaus Essen. „Gleichzeitig ist das Teddy-Krankenhaus auch eine gute Gelegenheit, bei den Kindern ein Bewusstsein für die Themen Gesundheit und Vorsorge zu schaffen.“