Vierlinge im Elisabeth-Krankenhaus Essen geboren

Erstellt von Dorothee Renzel

27.12.2019 Geburt, Kinder- und Jugendmedizin

Die Geburt eines Kindes ist jedes Mal ein Wunder. Was ist dann die Geburt von Vierlingen? Iman, Massa, Jad und Taim sind am 27. November 2019 im Elisabeth-Krankenhaus Essen zur Welt gekommen. Die vier Geschwister sind - wenn auch einige Wochen zu früh geboren - gesund und die jungen Eltern, Farah Manzlawi und Mohammed Taraboulsi, sehr stolz und glücklich über ihr vierfaches Glück.

Mit einem Mal ist die kleine Familie aus Essen-Steele von drei Personen auf sieben gewachsen. Die kleine Schwester Halla  (2,5 Jahre) ist sich noch nicht ganz sicher, was sie von den vier kleinen Babys halten soll. „Sie muss die Mama gleich mit vier Geschwistern teilen. Das ist für sie nicht ganz einfach“, schmunzelt Mohammed Taraboulsi.

„Die Geburt von Vierlingen ist eine echte Seltenheit. Es gibt sie nicht so oft“, so Dr. Dariusz Michna, Chefarzt der Klinik für Neu- und Frühgeborene im Elisabeth-Krankenhaus Essen. Man gehe von einer Wahrscheinlichkeit von eins zu 600.000 aus. Für das Elisabeth-Krankenhaus sei es die dritte Vierlingsgeburt in all den Jahren.

Dass alles so gut verlaufen sei, habe man auch der Geduld und Mitarbeit der Mutter zu verdanken, so Dr. Andrea Gerling, kommissarische Chefärztin der Frauenklinik. „Die Mutter war bereits fünf Wochen vor der Geburt zu uns ins Krankenhaus gekommen, sie musste viel liegen und einfach abwarten. Hier war ihre und unsere Geduld gefragt“, so die Ärztin. In der 31. Schwangerschaftswoche sei dann entschieden worden, die Kinder zu holen.

Fast im Minutentakt erblickten das Mädchen und ihre drei Brüder das Licht der Welt: Iman um 13.07 Uhr, Massa um 13.09 Uhr, Jad um 13.10 Uhr und Taim um 13.11 Uhr. Auf sie wartete ein Team aus 30 Ärzten und Pflegenden. „Für jedes Kind stand ein Kinder-Intensivteam bereit“, so Michna. Das Gewicht der Kinder lag zwischen 1120 und 1480 Gramm bei einer Größe von 39 bis 41 Zentimeter. In Inkubatoren erhielten die Kinder alles, um atmen und verdauen zu lernen und sich langsam an das Leben ‚draußen‘ zu gewöhnen. „Nach den ersten fünf Tagen konnten alle vier schon selbstständig atmen“, so Dr. Dariusz Michna, der mit der Entwicklung der Kleinen sehr zufrieden ist.

Jetzt gehe es darum, dass sich die Eltern auf diese ungewöhnliche Herausforderung des Familienalltags mit Vierlingen vorbereiten. „Nehmen Sie alle Unterstützung, die Ihnen angeboten wird, an“, so Michna  und Gerling zu den jungen Eltern. Michna geht davon aus, dass die Kinder Mitte oder Ende Januar aus der Klinik entlassen werden können. Bis dahin kommen die Eltern regelmäßig zum Känguruhen und zur Pflege ihrer Kinder auf die Station. Hier lernen sie den Umgang mit den sehr zarten Wesen und können einfach auch nur kuscheln.

Um der Familie den Start in den Alltag etwas zu erleichtern, haben das Elisabeth-Krankenhaus Essen und der Förderverein Ellis Freunde e.V. ihre Hilfe zugesagt. Wer den Verein bei dieser Hilfe unterstützen möchte, kann seine Spende auf das Konto des Vereins überweisen. „Wir werden dann mit der Familie absprechen, was benötigt wird und beim Kauf dieser Dinge - wie Hochstühle oder Kinderwagen - gerne behilflich sein“,  so Marion Hartalp, Vorsitzende des Fördervereins Ellis Freunde.

Spendenkonto: Ellis Freunde e.V., IBAN DE79 3605 0105 0003 7158 02, Verwendungszweck: Vierlinge 2019