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Zuhören, spazieren gehen und den Wellensittich hüten

07.12.2016 Contilia

10 Jahre „Grüne Damen“ im Elisabeth-Krankenhaus Essen

Vorsichtig klopft Anni Salomon an die Tür des Patientenzimmers. Langsam öffnet  sie die Türe und fragt: „Darf ich eintreten?“ Jeden Dienstag ist die 75-jährige Essenerin auf den Stationen Ursula und Theresia des Elisabeth-Krankenhauses Essen unterwegs. Als „Grüne Damen“ – so nennen sich die Ehrenamtlichen im Krankenhaus - besuchen Sie die Patienten und hilft, wo Hilfe gewünscht wird. 

Einfach helfen

Seit zehn Jahren gibt es die Gruppe der „Grünen Damen“ im Elisabeth-Krankenhaus Essen. Seit zehn Jahren macht Anni Salomon hier ehrenamtlich Dienst. „Gemeinsam mit fünf anderen Frauen sind wir damals einem Aufruf in der Zeitung gefolgt. Alle fünf sind noch dabei“, erzählt die 75-Jährige und freut sich, dass die Gruppe der „ersten Stunde“ noch komplett dabei ist. „Zusammen feiern wir jetzt unser zehnjähriges Dienstjubiläum.“

Insgesamt versehen heute 16 Frauen an sieben Tagen in der Woche den ehrenamtlichen Besuchsdienst. Patienten sowie Angehörige aller Stationen werden von den Damen besucht und können ihren Dienst in Anspruch nehmen. „Wir besuchen die Menschen, bieten uns zum Gesprächan. Auch im praktischen Sinne sind wir Helfer. Wir besorgen Dinge, machen kleine Einkäufe oder stehen auch für den kleinen Spaziergang über den Krankenhausflur zur Verfügung“, fasst Anni Salomon die Aufgaben zusammen. „Manches Mal sind wie auch einfach nur da und halten die Hand“, fügt sie hinzu.

„Dieses Ehrenamt sollte es wohl sein“

Anni Salomon, die viele Jahre als Nachtwache in einem anderen Essener Krankenhaus tätig war, hat die Freude an der Arbeit mit kranken  Menschen auch nach der Rente nicht losgelassen. „Dann habe ich den Aufruf des Elisabeth-Krankenhauses Essen in der Zeitung gelesen. Das hat mich sofort angesprochen. Diese soziale Aufgabe sollte es dann wohl sein“, erinnert sich Salomon und schmunzelt.  Sie schmunzelt nicht zuletzt auch, weil da so viele Erinnerungen und Begegnungen sind – schöne wie traurige. Eine Geschichte ist der „grünen Dame“ besonders in Erinnerung geblieben. „Einmal hatte ich sogar den grünen Wellensittich einer Patientin zur Pflege. Der Vogel wäre allein zuhause gewesen, das machte der Patientin große Sorge. Und da wir uns auch um Angehörige kümmern, habe ich mich in diesem Fall auch um den Wellensittich gekümmert“, lacht die 75-Jährige.       

Geschichten wie diese haben die Jubilarinnen viele zu erzählen, Geschichten wie diese, machen die ehrenamtliche Aufgabe für die Frauen so liebenswert. Anni Salomon und ihre Mitstreiterinnen freuen sich, wenn sie auch weitere Frauen und Männer für ihre Aufgabe im Krankenhaus begeistern können. Wer Interesse hat, mitzumachen und als „Grüne Dame“ oder „Grüner Herr“ im Elisabeth-Krankenhaus tätig zu sein, wendet sich an Anni Salomon, Leitung der „Grünen Damen“,  Rufnummer 0201 897-86067, oder an Silke Kloppenburg, Pflegedienstleitung im Elisabeth-Krankenhaus Essen, Rufnummer 0201 897-2103.

Internationaler Tag des Ehrenamtes (5.12.): Ein Dankeschön für die Grünen Damen

„Das, was Sie für uns und unsere Patienten hier im Elisabeth-Krankenhaus Essen täglich leisten, ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen“,  ist Heinz D. Diste, Geschäftsführer der Contilia Gruppe, überzeugt. Gemeinsam mit der Pflegedienstleitung und der Krankenhausseelsorge hat er die Ehrenamtlichen des Elisabeth-Krankenhauses Essen zum traditionellen Adventkaffee eingeladen, um Danke für den täglichen Dienst zu sagen. 

In diesem Jahr gibt es einen besonderen Grund zur Freude: Die „Grünen Damen“ feiern ihr zehnjähriges Jubiläum.  Karin Riemann, Monika Laarmann, Gabi Goschau, Elsbeth Pleines und Anni Salomon waren vor zehn Jahren die „Damen der ersten Stunde“ und besuchen auch heute noch regelmäßig  die Patienten im Elisabeth-Krankenhaus Essen.

 „Sie handeln täglich barmherzig, das ist in Zeiten wie diesen besonders großartig. Dafür möchten wir Ihnen einmal mehr danken“, so Diste. Der Geschäftsführer ruft  die ehrenamtlichen Frauen auf, ihre Idee weiterzutragen und Essenerinnen und Essener für dieses Ehrenamt zu begeistern. Ich bin überzeigt davon, dass  dieses Ehrenamt den Patienten, aber auch Ihnen, die Sie die Aufgabe versehen, gut tut.“ Als einen „riesigen Schatz“ bezeichnete Simone Sturm, Pflegedirektorin der Contilia Gruppe, den Dienst der Grünen Damen und dankte den Frauen auch stellvertretend für alle in der Pflege tätigen.