Lehrpläne Pädiatrie

Inhalte der praktischen Ausbildung

Während des Pädiatrie-Tertials werden die PJ-Studenten auf der Säuglings- und Kinderstation, in der Neonatologie und im Sozialpädiatrischen Zentrum eingesetzt.

  • Tägliche Frühbesprechung
  • Teilnahme an der täglich stattfindenden Röntgenvisite
  • Teilnahme an der wöchentlichen klinikinternen Fortbildung
  • Aktive tägliche Teilnahme an den Stationsvisiten, den Oberarztvisiten und an der Chefarztvisite
  • Einmalig während des Tertial Referats im Rahmen der klinischen Fortbildung
  • Nach Absprache mit dem Arzt, der die Sprechstunde durchführt, wird die Teilnahme an Spezialsprechstunden für Endokrinologie, Diabetologie, Epileptologie, Ultraschalldiagnostik und Frühgeborenennachsorge erwartet.
  • In Absprache mit dem diensthabenden Arzt wird die Teilnahme an einem Rufbereitschaftsdienst mit Versorgung der Notfallambulanz erwartet

Nach einer Einarbeitungsphase sollte der PJ-Student Patienten unter Aufsicht des Stationsarztes/Oberarztes betreuen. Dies beinhaltet die Anamneseerhebung, die körperliche Untersuchung, die Planung der diagnostischen Maßnahmen, die Planung und Überwachung der Therapie. Auch die Vorstellung der Patienten bei Oberarzt- und Chefvisite ist regelmäßiger Bestandteil seiner Tätigkeit. Bei der Auswahl der Patienten für den PJ-Studenten wird auf ein breites Spektrum von Krankheitsbildern Wert gelegt. Vorrangig sollten von ihm Patienten mit typischen, häufigen Krankheiten versorgt werden.

  • Erhebung und sorgfältige Dokumentation von Anamnese und körperlichen Untersuchungsbefunden.
  • Indikationsstellung diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.
  • Blutentnahme aus peripheren Venen.
  • Legen von peripheren venösen Zugängen.
  • Anlegen und Ablesen von Hauttests (GT 10, Pricktest).
  • Durchführung und Interpretation von Atem- und Schweißtests.

Es sollen die für die unterschiedlichen Altersstufen typischen Erkrankungen kennengelernt werden. Dazu gehören typische Untersuchungsbefunde, Differentialdiagnosen, diagnostische Maßnahmen, therapeutische Optionen:

  • Bei Neugeborenen u.a. respiratorische Anpassungsstörungen, Neugeboreneninfektionen, Ikterus, angeborene Stoffwechseldefekte, Hypoglykämie, neonatale Krampfanfälle und Geburtsverletzungen
  • Bei Säuglingen u.a. Gedeihstörungen, Ernährungsprobleme, pulmonale Erkrankungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Nieren und ableitenden Harnwege, des Herzens,
  • Bei Klein- und Schulkindern u.a.: Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Krampfanfälle bei Fieber, cerebrale Anfallsleiden, Enuresis, chron. rezidivierende Bauchschmerzen, allergische Erkrankungen, Herzerkrankungen; psychosoziale/psychosomatische Befindensstörungen.

Zusätzlich sollte während der Ausbildung ein Überblick über die normale Entwicklung eines Kindes erlangt werden. Dazu gehören auch die Vorsorgeuntersuchungen, die Beurteilung von Normvarianten und das Einordnen von Befunden in „normal oder pathologisch“.

Ein weiteres Ausbildungsziel liegt in der Vermittlung von Grundfertigkeiten für Gespräche mit Eltern und medizinischem Personal sowie von Fähigkeiten zur Organisation von Stationsabläufen und die Erstellung von Arztbriefen.