Schrittmacher- & Defibrillatortherapie Klinik für Kardiologie und Angiologie

Durch sorgfältige Voruntersuchungen und ausführliche Gespräche mit dem Patienten wird im Elisabeth-Krankenhaus ein Schrittmachersystem ausgewählt, welches am besten geeignet scheint, die Steuerung der Herzfrequenz für den jeweiligen Patienten zu übernehmen.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Beseitigung/Vorsorge von elektromagnetischen Störungen der Schrittmachersysteme, Herzschrittmacher und Stimulationselektroden. Dafür implantiert das Ärzteteam ausschließlich Systeme, die eine elektrische Beeinflussung von außen unwahrscheinlich machen. Die Schrittmachersysteme werden in örtlicher Betäubung unter die Haut auf der rechten oder linken Brustseite implantiert und die Elektroden über die Schlüsselbeinvene in die rechte Herzvorkammer und Hauptkammer vorgeschoben.

Implantierbarer Cardioverter/ Defibrillator (ICD)

Der plötzliche Herztod (Kammerflimmern) kann durch einen implantierten Defibrillator (ICD) sicher verhindert werden. Der Defibrillator, ist so klein, dass er wie ein Herzschrittmachersystem in örtlicher Betäubung implantiert wird. Er überwacht und analysiert den Herzrhythmus und gibt im Falle von Kammerflimmern sofort einen Elektroschock im Herzen ab. So wird das Kammerflimmern beendet und der Herzrhythmus wieder hergestellt. Die implantierbare Defibrillatortherapie setzt man bei Patienten ein, die ein solches Ereignis überlebt oder ein erhöhtes Risiko haben, an einem plötzlichen Herztod zu versterben.

Patienten mit implantiertem Defibrillator kommen regelmäßig in der Arrhythmie-Ambulanz des Elisabeth-Krankenhauses zur Nachsorge.

Kardiale Resynchronisationstherapie

Für Patienten mit schwergradiger "Pumpschwäche" des Herzens (Herzinsuffizienz) – die mit Medikamenten nicht zufriedenstellend behandelt werden kann – und Störungen der Herzmuskelerregung der linken Herzkammer (Linksschenkelblock) steht eine neuartige Therapieform zur Verfügung, um die Herzleistung zu verbessern.

Hierzu wird ein biventrikuläres Schrittmacher-/ Defibrillatorsystem mit drei Stimulationselektroden implantiert. Die dritte (zusätzliche) Elektrode schiebt man über eine Herzkranzvene zur linken Herzhauptkammer. Durch die so gleichzeitige Stimulation der rechten und der linken Hauptkammer resynchronisiert sich der Erregungs- und Kontraktionsablauf des Herzens. Neuartige Funktionen, wie z.B. das Verhindern von Vorhofflimmern, das bei Patienten mit schwergradiger Herzinsuffizienz häufig auftritt, sind in den biventrikulären Herzschrittmachern neuster Bauart implementiert.