Pflege- und Funktionskräfte Mehr Verantwortung für das nicht ärztliche Personal

Großen Wert auf eine überdurchschnittliche Aus- und Weiterbildung legen die Verantwortlichen im Contilia Herz- und Gefäßzentrum auch im pflegerischen Bereich. Einerseits, um den gestiegenen Anforderungen an die nicht ärztlichen Tätigkeiten gerecht zu werden, andererseits, um die organisatorischen Abläufe im Sinne der reibungslosen Patientenversorgung weiter zu optimieren. 

Michael Jacobs fasst die Notwendigkeit für eine zusätzliche Qualifizierung des Pflegepersonals so zusammen: „Nicht nur, dass die Zahl der Eingriffe und Untersuchungen beispielsweise im Herzkatheterlabor in den vergangenen Jahren stetig zugenommen hat, die Abläufe selbst sind auch immer komplexer geworden. Damit wir unseren kardiologischen Patienten weiterhin eine Versorgung auf hohem Niveau anbieten können, muss auch das Pflegepersonal weiter geschult werden und besser qualifiziert sein.“

Einen Grundstein hierfür legte Michael Jacobs, Pflegedienstleiter für das Contilia Herz- und Gefäßzentrum, vor einigen Jahren selbst, als er mit der Ausbildung zum/zur Kardiologischen Fachassistenten / Fachassistentin erstmals einheitliche Standards für die Arbeit der Pflegekräfte im Herzkatheterlabor etablierte. Das zertifizierte Programm umfasst neben den Grundlagen der kardiologischen Pflege auch Module zur Wissensvermittlung in der Pharmakologie, dem Strahlenschutz, der Hygiene oder der Notfallmedizin. Außerdem stehen Patientenkommunikation und Fachenglisch auf dem Stundenplan.

Im Vordergrund der Ausbildung stehen für den CHGZ-Pflegedienstleiter Michael Jacobs sowie Christiane Ostenförth, Pflegerische Leiterin des Herzkatheterlabors, neben dem Fachwissen in erster Linie die Vertiefung sozialer und persönlicher Kompetenzen im Umgang mit den Patienten sowie die Ermunterung zum selbstständigen Arbeiten, denn: „Wir müssen für die Patienten da sein, sie versorgen und auf den Eingriff oder die Untersuchung vorbereiten – auch mental. Auf der anderen Seite ist es unsere Aufgabe, die Ärzte zu entlasten und deren Arbeit, so gut es geht, zu unterstützen“, weiß Christiane Ostenförth.

Auch bereits voll ausgebildeten Pflegekräften bietet das Contilia Herz- und Gefäßzentrum Perspektiven. Im Rahmen der Neustrukturierung der Stationsarbeit beispielsweise können sich Schwestern und Pfleger zum/zur Case Manager/-in weiterbilden lassen. In dieser Funktion übernehmen sie dann teilweise ärztliche Aufgaben aus dem Organisations- und Verwaltungsbereich und sorgen so für eine Verbesserung der Abläufe im Klinikbetrieb.

Ein Novum in Sachen Ausbildung war im vergangenen Jahr auch die Schulung zweier Schwestern, die – unter ärztlicher Anleitung – die Durchführung von Echokardiographien erlernt haben. Seither erstellen die Echokardiographie-Assistentinnen die Aufnahmen des Herzens, die dann von einem Arzt ausgewertet werden.

Bei der Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz spielen wiederum die sogenannten "Heart failure nurses" eine entscheidende Rolle: Erfahrene Mitarbeiter werden dabei auf das Management der telemedizinischen Versorgung von Herzinsuffizienz-Patienten vorbereitet, um den therapeutischen Weg von Menschen mit dieser Erkrankung zu steuern, zu überwachen und zu begleiten. Als einer der ersten Pfleger, der diese Verantwortung übernommen hat, sorgt derzeit Jens Keinhorst für eine lückenlose Versorgung.

Ansprechpartner

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Contilia Publikationen zum Thema

Stationsstrukturen: Ein Konzept mit vielen Gewinnern, aus: CHGZ-Jahresbericht 2011, S. 24 - 25

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