Klinik für Kardiologie

Liebe Patientinnen und Patienten,

die Klinik für Kardiologie des St. Marien-Hospitals Mülheim an der Ruhr - als Teil des Contilia Herz- und Gefäßzentrums - steht Ihnen und Ihren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite - von ganzem Herzen.

Durch unseren interdisziplinären Austausch von Kliniken und Krankenhäusern im Contilia-Verbund bieten wir Ihnen medizinische Hilfe auf höchstem Niveau.

Auf diesen Internet-Seiten geben wir Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit für Gesundheit und Heilung. Das gesamte Leistungsspektrum des Contilia Herz- und Gefäßzentrums finden Sie hier.

Prof. Dr. med. Heinrich Wieneke
Chefarzt

Leistungsspektrum

Als Werner Forssmann im Jahr 1929 dem damaligen Leiter der Charité Ferdinand Sauerbruch von seinen Versuchen über die Katheterisierung des Herzens berichtete, kommentierte dieser die Forschungsbemühungen des jungen Assistenten mit den Worten: „Mit solchen Kunststücken habilitiert man sich im Zirkus und nicht an einer anständigen Klinik.“ Forssmann hatte zuvor im Selbstversuch einen Katheter über die Ellenbeuge bis in das rechte Herz vorgeschoben, war dann mit liegendem Katheter in die Röntgenabteilung gegangen und hatte nach der Gabe von Kontrastmittel als Erster eine Darstellung der Herzhöhlen vorgenommen. 

Seitdem ist diese Methode zu einer Standardtherapie in der Kardiologie weiterentwickelt worden. So besteht heute die Möglichkeit verengte Gefäße durch eine Aufdehnung (Dilatation) und Implantation von Gefäßstützen (Stents) erfolgreich zu behandeln. Neue mit Medikamenten beschichtete Stents verhindern, dass es wieder zu einer Verengung im Gefäß kommt. Im Rahmen des Herz- und Gefäßzentrums der Contilia führen Ärzte des St. Marien-Hospitals regelmäßig Interventionen im Herzkatheterlabor durch.

Die Schrittmachertherapie ist nunmehr 50 Jahre alt. Während diese Therapie zunächst lediglich bei Patienten zum Einsatz kam, bei denen das Herz zu langsam schlug, sind die Indikationen durch den technischen Fortschritt deutlich erweitert worden. So ist es heute möglich, durch den Einsatz von System mit mehreren Sonden auch eine Herzschwäche in ausgewählten Fällen erfolgreich zu behandeln. Darüberhinaus sind implantierbare Defibrillatoren entwickelt worden, die durch einen Schock lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern beenden können.

Auf dem Gebiet der kardialen Bildgebung sind in den letzten Jahren große Forschritte gemacht worden. Prinzipiell werden unter diesem Begriff die Ultraschall-Untersuchung (Echokardiographie), die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) zusammengefasst. Mit diesen Methoden lassen sich Herzklappenfehler nicht-invasiv zuverlässig darstellen. Fernerhin besteht die Möglichkeit, Strukturen im Herzen 3-dimensional darzustellen, um so eine bessere Vorstellung über mögliche krankhafte Prozesse zu bekommen. Neben den Klappenerkrankungen ist die Beurteilung der Blutversorgung des Herzens (Ischämiediagnostik) eine weitere Domäne der kardialen Bildgebung. Mittels Stress-Echokardiographie und Stress-MRT kann im Vorfeld geprüft werden, ob eine Minderdurchblutung des Herzens besteht, die eine Herzkatheteruntersuchung notwendig macht.  

Das St. Marien-Hospital Mülheim verfügt über alle Verfahren der modernen Bildgebung. So werden täglich MRT-, CT- und Echo-Untersuchung in der Diagnostik kardiovaskulärer Erkrankungen eingesetzt.

Herzstolpern und Herzrasen sind Befindlichkeiten, die viele Menschen in ihrem Leben schon einmal wahrgenommen haben. Somit hat nicht jede kurze Störung des Herzrhythmus Krankheitswert. Auf der anderen Seite können Herzrhythmusstö­rungen auch Ausdruck einer schweren zugrunde liegenden Erkrankung des Herzens sein. In diesem Fall kann die Rhythmusstörung zu einer direkten Gefährdung des Patienten führen. Gutartige Herzrhythmusstörungen sind weitaus häufiger als bedrohliche Formen, jedoch bedürfen Herzrhythmusstörungen im individuellen Fall einer sorgfältigen kardiologischen Abklärung. 

Bei der elektrophysiologischen Untersuchung des Herzens handelt es sich um ein kathetergestütztes Verfahren zur Beurteilung der elektrischen Impulsausbreitung im Herzen. Während dieser Untersuchung, die im Herzkatheterlabor durchgeführt wird, werden modifizierte Kabel (Katheter) über einen venösen Zugang in die rechtsseitigen der linksseitigen Herzhöhlen eingeführt. Über diese Kabel wird die elektrische Aktivität des Herzens abgeleitet. Bei Störungen besteht dann die Möglichkeit, Herzgewebe so zu modifizieren (Ablation), dass die normale Reizleitung wieder hergestellt wird.

Die Ablation stellt ein Verfahren zur Behandlung von Rhythmusstörungen in der Kardiologie dar. Dabei stammt der eigentliche Begriff aus dem lateinischen und bedeutet „abtragen“. Dieser Begriff wurde gewählt, da dieses Verfahren zunächst zur kathetergestützten Entfernung von Leitungsbahnen aus dem Herzen verwendet wurde. Dabei wird ein lenkbarer Katheter an die vorher lokalisierte Stelle des Herzens geführt und dann ein Wärmeimpuls abgegeben. Diese Wärme wird durch einen Generator produziert, der einen Wechselstrom mit einer Frequenz von 500 – 1000 kHz produziert (Radiofrequenzablation).

Im Herz- und Gefäßzentrum der Contilia werden alle Formen der Ablation durchgeführt (u.a. AV-Knoten-Reentry-Tachykardien, akzessorische Leitungsbahnen, Vorhofflattern, Vorhofflimmern, ventrikuläre Tachykardien). Als Techniken werden die Hochfrequenzablation, der Cryoballon und die Laserablation eingesetzt.

Klinik für Kardiologie

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45468 Mülheim an der Ruhr
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Fax: +49 208 305 2099

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Priv.-Doz. Dr. med.
Oliver Bruder

Chefarzt

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Prof. Dr. med.
Heinrich Wieneke

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